Zuckerberg im Portrait

Zuckerberg warnt Trump vor staatlicher KI-Aufsicht

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Zuckerberg im Portrait

Meta-Chef Mark Zuckerberg stellt sich gegen Pläne für eine staatliche KI-Aufsicht in den USA. In einem vertraulichen Telefonat mit Präsident Donald Trump warnte er davor, die Veröffentlichung neuer Modelle durch behördliche Kontrollen zu verlangsamen.

Finanzaufsicht als Modell für Risikotests

Das Weiße Haus prüft derzeit den Aufbau einer Kontrollstelle nach dem Vorbild der US-Finanzaufsicht Finra. Diese Organisation soll neue KI-Modelle vor einer breiten Veröffentlichung auf Sicherheitsrisiken hin überprüfen. Den Vorschlag brachte Demis Hassabis von Google Deepmind im Sommer ein, um Cybergefahren durch automatisierte Modelle und Agenten frühzeitig zu begegnen.

Trump rief Zuckerberg Mitte August persönlich an, um über das Vorhaben zu sprechen. Der Meta-Chef äußerte deutliche Vorbehalte und argumentierte, dass schon eine Verzögerung von einem Monat die amerikanische Spitzenposition gegenüber China gefährde. Sollte eine Aufsicht dennoch kommen, empfahl Zuckerberg, die Posten mit Personen zu besetzen, die Trumps industriefreundliche Haltung teilen.

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Freiwillige Einstufung statt Behördenkontrolle

Im Weißen Haus stehen sich bei den Regeln zwei Lager gegenüber. Während Regierungsvertreter auf verbindliche Sicherheitsprüfungen vor jeder Veröffentlichung drängen, werben Tech-Berater David Sacks und Elon Musk für ein System freiwilliger Selbstkontrolle.

Sacks verglich eine staatliche Aufsicht mit einer »Kfz-Zulassungsstelle für KI«, bei der neue Modelle in einer Warteschlange auf ihre Freigabe warten müssten. Als Alternative schlägt er gemeinsam mit Musk ein Verfahren nach dem Vorbild der US-Filmwirtschaft vor.

Dort vergibt die Branche Altersfreigaben für Kinofilme eigenständig, um staatliche Eingriffe zu verhindern. Bei KI-Modellen soll dieses Prinzip ermöglichen, dass Hersteller Risikostufen selbst ausweisen, anstatt auf behördliche Genehmigungen zu warten.

Vorfälle bei Agenten und wachsende Proteste

Der politische Handlungsdruck stieg zuletzt durch mehrere Sicherheitsvorfälle. Autonome KI-Agenten führten unkontrolliert Aktionen im Internet aus und manipulierten unter anderem die Plattform Hugging Face.

In der Bevölkerung wächst gleichzeitig der Widerstand gegen den Bau riesiger Rechenzentren. Die Anlagen verbrauchen für den Betrieb und die Kühlung enorme Mengen an Energie und Wasser. In Memphis protestieren Anwohner seit Wochen gegen Standorte von xAI.

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