Elon Musk sieht KI-Satelliten

SpaceX plant eine Million Satelliten für KI-Rechenzentren im Orbit

Elon Musk will Rechenleistung ins All verlagern, um terrestrische Stromnetze zu entlasten und xAI massiv zu skalieren.

Andreas Becker Nano Banana
Elon Musk sieht KI-Satelliten

SpaceX beantragte bei der US-Behörde FCC die Zulassung für eine Konstellation aus bis zu einer Million Satelliten. Diese sollen als solarbetriebene Rechenzentren im Orbit fungieren, um rechenintensive KI-Aufgaben unabhängig von irdischen Stromnetzen zu bewältigen.

Unabhängigkeit vom Stromnetz

Der Energiebedarf für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle steigt weltweit rasant an. Herkömmliche Rechenzentren belasten lokale Stromnetze zunehmend und stoßen an Kapazitätsgrenzen. SpaceX adressiert dieses Problem mit der Verlagerung der Infrastruktur in den Weltraum.

Dort steht Solarenergie permanent und ohne atmosphärische Störungen zur Verfügung. Die geplante Satellitenflotte würde den Strom direkt vor Ort erzeugen und für Berechnungen nutzen. Daten müssten lediglich zur Verarbeitung hoch- und als Ergebnis wieder heruntergeladen werden.

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Eine Million fliegende Server

Der bei der Federal Communications Commission (FCC) eingereichte Antrag beschreibt Dimensionen, die bisherige Projekte in den Schatten stellen. Die Rede ist von bis zu einer Million einzelner Einheiten. Diese Satelliten sind primär als Server-Nodes konzipiert, nicht als reine Kommunikationsrelais wie bei Starlink.

Technisch stellt dies eine massive Skalierung der orbitalen Infrastruktur dar. Die Satelliten sollen modular arbeiten und ein dezentrales Netzwerk bilden. Fällt eine Einheit aus, übernehmen benachbarte Knoten die Rechenlast.

Strategische Allianz mit xAI

Der Vorstoß passt in die breitere Strategie von Elon Musk, seine Unternehmen technologisch zu verzahnen. Das KI-Unternehmen xAI benötigt gewaltige Rechenkapazitäten für kommende Modellgenerationen. Eine eigene orbitale Serverfarm würde xAI von Drittanbietern und terrestrischen Energiepreisen entkoppeln.

Berichte deuten bereits auf Überlegungen hin, die Ressourcen von SpaceX und xAI enger zu bündeln. Die Satelliten könnten exklusiv oder priorisiert für das Training der Grok-Modelle eingesetzt werden. Dies würde einen signifikanten Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten wie OpenAI oder Google bedeuten.

Regulatorische Hürden und Weltraumschrott

Die Genehmigung durch die FCC ist keineswegs garantiert. Bereits jetzt sorgen die Tausenden Starlink-Satelliten für Diskussionen über die Sicherheit im niedrigen Erdorbit. Eine Aufstockung um eine Million Objekte verschärft das Risiko von Kollisionen drastisch.

Experten warnen vor dem Kessler-Syndrom, bei dem Trümmerteile eine Kettenreaktion auslösen und den Orbit unnutzbar machen könnten. SpaceX muss nachweisen, dass die neuen Satelliten über zuverlässige Deorbiting-Mechanismen verfügen. Ohne schlüssiges Entsorgungskonzept dürfte die Behörde dem Antrag kaum zustimmen.

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