Replit macht OpenAI zum bevorzugten Partner für seinen KI-Agenten. CEO Amjad Masad hatte die Zusammenarbeit mit Anthropic zunächst für beendet erklärt, stellte später aber klar, dass Nutzer Claude weiterhin auswählen können. Der Wechsel betrifft damit vor allem die Voreinstellung und dürfte Replits Ausgaben zugunsten von OpenAI verschieben.
OpenAI gewinnt den Platz an der Spitze
Auf der TechCrunch Disrupt nannte Masad Leistung, Kosten und Zusammenarbeit als Gründe. OpenAIs Sol und Astra erzielten in Replits eigenen Benchmarks beim Bau vollständiger Vibe-Coding-Anwendungen durchgehend bessere Ergebnisse. »Ich denke, ChatGPT ist mittlerweile besser«, sagte Masad.
Die Aussage, Replit arbeite nicht mehr mit Anthropic, war dennoch zu weitgehend. Am Wochenende erklärte Masad, Replit bleibe modelloffen. OpenAI liefere nun bevorzugt die Modelle für Replit Agent, während Kunden in Power und Max Mode weiterhin mehrere Claude-Modelle wählen können. Die aktuelle Replit-Dokumentation listet unter anderem Claude Sonnet 5, Fable 5.1 und Opus 5.5.
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Claude bleibt im Modellmenü
Der Unterschied zwischen Partnerschaft und Verfügbarkeit ist wirtschaftlich relevant. Viele Nutzer bleiben beim voreingestellten Modell. Dadurch kann Replit einen großen Teil seiner Nutzung zu OpenAI lenken, ohne Anthropic aus dem Produkt zu entfernen.
Die bisherige Verbindung zu Anthropic war dabei bedeutend. Replit gehörte nach Masads Aussage bis vor Kurzem zu dessen fünf größten Kunden.
Parallel wächst das Geschäft mit Firmenkunden. Ihr Anteil am Umsatz stieg innerhalb eines Jahres von 2 auf 15 Prozent. Mehr als die Hälfte des gesamten Umsatzes stammt bereits aus dem Geschäft mit Unternehmen. Für 2027 erwartet der CEO, dass Firmen und Behörden zusammen mehr als die Hälfte der Einnahmen beisteuern.
