US Behörden ermitteln gegen OpenAI
Mehrere Bundesstaaten fordern interne Dokumente. Geprüft werden Datenschutz und die Sicherheit von ChatGPT.

Eine Allianz von US-Generalstaatsanwälten hat eine Untersuchung gegen OpenAI eingeleitet. Die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft forderte am Freitag offiziell interne Dokumente von dem KI-Unternehmen an. Die Behörden prüfen den Umgang mit Nutzerdaten und den Schutz von Minderjährigen.
Breite Untersuchung der Geschäftspraktiken
Dem Wall Street Journal zufolge verlangen die Ermittler Akten zu Werbung, Nutzerbindung und der Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten. Auch die sogenannte Modell-Gefälligkeit steht auf dem Prüfstand. Dabei prüfen die Behörden, wie stark das KI-Modell Nutzern nach dem Mund redet, anstatt objektive Fakten zu liefern. OpenAI bestätigte die Kooperation mit den Ermittlern.
Ein Sprecher erklärte, ChatGPT biete mittlerweile bessere Schutzfunktionen für Menschen in Krisensituationen und verweise auf reale Hilfsangebote. Das Unternehmen nannte keine Details zu den beteiligten Bundesstaaten oder den genauen Forderungen der Untersuchung.
Anzeige
Juristischer Druck wächst
OpenAI gewann zwar kürzlich einen Prozess gegen Mitgründer Elon Musk, sieht sich aber weiteren rechtlichen Problemen gegenüber. Der Generalstaatsanwalt von Florida verklagte das Unternehmen und CEO Sam Altman Anfang Juni. Er wirft ihnen vor, Sicherheitswarnungen ignoriert und Millionen Bürger gefährdet zu haben.
Altman geriet zuletzt auch nach einem Amoklauf im kanadischen Tumbler Ridge in die Kritik. Er entschuldigte sich öffentlich dafür, dass sein Unternehmen die Polizei nicht alarmierte, nachdem es das ChatGPT-Konto des mutmaßlichen Täters wegen verdächtiger Aktivitäten gesperrt hatte.
Ungeachtet dieser Vorwürfe treibt OpenAI die eigenen Geschäftsziele voran. Das Unternehmen hat in dieser Woche vertraulich die Unterlagen für einen Börsengang eingereicht.