Ein Anwalt

OpenAI bringt »Astra for Law« für Anwaltskanzleien

Andreas Becker GPT-Images-2.0
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OpenAI stellt mit Astra for Law eine auf juristische Arbeit zugeschnittene Version von GPT-6 Astra vor. Sie verbindet das Modell mit einer Suche nach US-Rechtsquellen und Vorgaben für juristische Analysen. Zunächst erhalten ausgewählte Kanzleien Zugang über ChatGPT und Codex. Eine API-Version soll folgen.

Recherche mit eigenen Rechtsquellen

Die Suche umfasst US-Urteile, Gesetze, Verordnungen und Gerichtsregeln aus einem Bestand von mehr als 230 Millionen Webadressen. Dazu gehört die Fallsammlung des Free Law Project, die laut OpenAI mehr als 99,9 Prozent der veröffentlichten Präzedenzfälle in den USA abdeckt. Astra for Law soll passende Fundstellen finden und daraus Antworten mit überprüfbaren Belegen entwickeln.

In einem Test mit 200 US-Rechtsfragen aus einem privaten Datensatz von Vals AI bestand Astra for Law laut OpenAI die vollständige Korrektheitsprüfung bei 54 Prozent der Fragen. GPT-6 Astra mit gewöhnlicher Websuche erreichte nur 38,7 Prozent.

Quelle: OpenAI

OpenAIs Grafiken zeigen über mehrere Stufen hinweg einen Vorsprung für Astra for Law, allerdings auch höhere Modellkosten pro Antwort. Die Ergebnisse beziehen sich US-Rechtsfragen.

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Kanzleien sollen eigene Abläufe einbinden

OpenAI bietet geeigneten Kanzleien über ein spezielles Zugangsprogramm zusätzliche Kontrollen für vertrauliche Mandantendaten an. Dazu zählen Zero Data Retention für die API und der standardmäßige Ausschluss menschlicher Prüfung bei der Nutzung von ChatGPT Enterprise. Mit der Kanzlei Latham & Watkins arbeitet das Unternehmen an Berechtigungen und internen Informationsgrenzen.

Daneben starten 26 Plugins von Partnern, darunter Anbindungen an iManage und Intapp. Kanzleien können damit ihre Dokumente und Arbeitsabläufe in ChatGPT einbeziehen. Harvey und Legora sollen Astra for Law in eigene Produkte integrieren können. Im Modellmenü heißt das Angebot »GPT-6 Astra Law«. Für die API ist der Name »gpt-6-astra-law« vorgesehen.

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