Eine Welt mit verschiedenen Nvidia Karten

Nvidia bringt neue KI-Modelle für KI-Agenten und Robotik

Mit Nemotron 3 und Isaac GR00T zeigt der Hersteller neue Software, die komplexe Aufgaben in der echten Welt selbstständig löst.

Andreas Becker Nvidia
Eine Welt mit verschiedenen Nvidia Karten

Nvidia erweitert sein Portfolio an offenen KI-Modellen für Entwickler. Im Fokus stehen dabei neue Systeme für autonome KI-Agenten, die intelligente Steuerung von Robotern in der echten Welt sowie die beschleunigte Entdeckung von Medikamenten.

KI-Agenten planen eigenständig

Im Zentrum der Ankündigung steht die Nemotron-3-Serie. Diese Modelle sind gezielt auf den Einsatz in autonomen KI-Agenten zugeschnitten. Solche Agenten arbeiten deutlich anders als klassische Chatbots, da sie ein übergeordnetes Ziel erhalten und die zur Lösung nötigen Zwischenschritte komplett selbstständig planen.

Die neuen Modelle verarbeiten gleichzeitig Sprache, Bilder und logische Zusammenhänge. Erste Tech-Unternehmen binden diese Technologie bereits aktiv in ihre Software ein, um komplexe Geschäftsabläufe automatisch zu steuern.

Zusätzlich startet die sogenannte Nemotron Coalition. Diese globale Partnerschaft vereint verschiedene Entwickler, die künftige offene Modelle effizient bündeln und gemeinsam über eine Cloud-Infrastruktur trainieren.

Physische KI interagiert mit der Umwelt

Neben rein digitalen Helfern rückt die physische KI stark in den Fokus. Hier interagieren Algorithmen direkt mit der echten Welt.

Dafür stehen nun die Systeme Isaac GR00T N1.7 und Cosmos 3 bereit. Diese Modelle werten visuelle Sensordaten aus und übersetzen sie direkt in flüssige Bewegungen für humanoide Roboter oder autonome Fahrzeuge. Cosmos 3 verknüpft dabei künstlich generierte Welten aus dem Computer mit rationalen Entscheidungen für den realen Einsatz auf der Straße oder in der Fabrik.

Die KI lernt zunächst ausgiebig in einer sicheren Simulation. Erst wenn das Verhalten dort fehlerfrei funktioniert, überträgt das System das erworbene Wissen auf die echte Hardware.

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Open Source für die Medikamentenentwicklung

Auch die biomedizinische Forschung erhält neue technische Hilfsmittel. Mit dem Modell Proteina-Complexa wächst die BioNeMo-Plattform. Die Software analysiert aufwendige Proteinstrukturen und hilft Forschern ganz konkret dabei, neue medizinische Wirkstoffe schneller zu identifizieren.

Ergänzend dazu erscheint ein umfangreicher Open-Source-Datensatz. Dieser bietet Millionen von KI-generierten Vorhersagen zu Proteinen und entstand in einer Kooperation mit Google DeepMind.

Entwickler rufen die neuen Modelle über bekannte Plattformen wie Hugging Face oder GitHub ab. Sie lassen sich direkt in bestehende Infrastrukturen einfügen und erleichtern die Umsetzung eigener Projekte. Mit diesem Schritt wächst das freie KI-Ökosystem und bietet Programmierern kurzfristig neue Möglichkeiten für spezialisierte Anwendungen.

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