Meta Muse geht in einer Tür herein

Meta Muse verschickt 6,8 Gigabyte interne Dateien an Nutzer

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Meta Muse geht in einer Tür herein

Metas KI-Agent Muse hat einem Nutzer auf dessen Bitte hin ein Archiv seiner zugewiesenen Linux-Umgebung in dessen Google Drive übertragen. Darin befanden sich neben internen Handbüchern und Programmcode auch Agentenprotokolle und SSH-Schlüsseldateien. Der Fund wirft die Frage auf, welche Dateien Muse aus seiner Arbeitsumgebung herausgeben darf.

Ein Gespräch genügte für den Export

Der Entwickler Peter James bat Muse, die Dateien zu archivieren, auf die der Agent zugreifen konnte, und sie in sein Google Drive zu laden. Das Archiv war nach seinen Aufzeichnungen rund 2,7 Gigabyte groß und entpackt 6,8 Gigabyte. Es enthielt offenbar das Wurzelverzeichnis der Linux-Umgebung, die seiner Sitzung zugeteilt war, einschließlich Ubuntu-Dateien und interner Muse-Dokumentation.

James fand unter anderem 113 Aufzeichnungen von Unteragenten, rund 68 Verzeichnisse mit Anweisungen und Code für einzelne Fähigkeiten sowie Vorlagen für Apps. Eine experimentelle Anleitung namens »Meta Home Link« beschreibt, wie Muse über ein Gerät mit WLAN und Bluetooth auf Technik im Heimnetz zugreifen könnte. Ob Meta diese Integration veröffentlichen will, geht aus den Dateien nicht hervor.

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Keine Flucht aus der abgeschotteten Umgebung belegt

Besonders heikel sind die SSH-Schlüsseldateien im Archiv. Ob die Schlüssel gültig waren oder welchen Zugriff sie ermöglicht hätten, konnte James nicht feststellen. Auch einen Ausbruch aus der abgeschotteten Umgebung hat er nicht nachgewiesen. Seine Untersuchung zeigt einen Export von Dateien aus der eigenen Muse-Sitzung, keinen Zugriff auf die Umgebungen anderer Nutzer.

Meta bewirbt Muse mit einer eigenen virtuellen Maschine pro Nutzer. Ein separater Sicherheitsagent soll ausgehende Verbindungen prüfen und bei Bedarf eine Freigabe einholen. James meldete seinen Fund über Metas Prämienprogramm für Sicherheitslücken. Meta stufte den Bericht dort als »Not Applicable« ein, ohne in der veröffentlichten Antwort einen konkreten Grund zu nennen.

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