Mark Zuckerberg als Cyborg

Metas neuester Zukauf zeigt den nächsten KI-Schritt

Das Unternehmen investiert gezielt in einen Bereich jenseits reiner Textgenerierung und sichert sich begehrte Branchenexperten.

Andreas Becker Nano Banana
Mark Zuckerberg als Cyborg

Meta übernimmt das Robotik-Start-up Assured Robot Intelligence und integriert das gesamte Entwicklerteam direkt in seine Forschungsabteilung Superintelligence Labs. Der Konzern treibt damit die Entwicklung von KI-Modellen für die physische Welt zügig voran.

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Foundation-Modelle für komplexe Umgebungen

Vor der Übernahme fokussierte sich das junge Unternehmen auf Basismodelle, welche humanoide Roboter bei alltäglichen Aufgaben anleiten. Bekannte Forscher wie Xiaolong Wang und Lerrel Pinto bringen nun ihre umfassende Expertise zu Meta mit. Beide Gründer sammelten in der Vergangenheit bereits wertvolle Erfahrungen bei Nvidia sowie an renommierten US-Universitäten. Pintos vorheriges Start-up Fauna Robotics kaufte erst im vergangenen Monat Amazon.

Zukünftig sollen diese Spezialisten Metas Forschung an KI-Modellen für die Ganzkörpersteuerung von Maschinen leiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem autonomen Lernen in dynamischen Umgebungen. Einer der Gründer formulierte auf der Plattform X das zugrunde liegende Ziel der Mission: »Wir glauben, dass dieser Agent humanoid sein wird – und dass die Skalierung durch das Lernen direkt aus menschlicher Erfahrung erfolgen wird«.

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Der nächste Schritt zur Artificial General Intelligence

In der Forschungsgemeinschaft setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass der Weg zur AGI unweigerlich über die physische Welt führt. Nur durch direkte Interaktionen im realen Raum erwerben KI-Modelle ein tiefes physikalisches Verständnis. Reine Trainingsdaten in Form von Texten oder Videos stoßen bei der komplexen Abbildung der Realität häufig an ihre Grenzen.

Neben dem reinen Forschungsinteresse lockt ein Zukunftsmarkt mit enormer Tragweite. Finanzinstitute liefern dazu Prognosen, die das enorme wirtschaftliche Potenzial der Robotik verdeutlichen. Während Goldman Sachs für das Jahr 2035 ein Marktvolumen von 38 Milliarden US-Dollar errechnet, geht Morgan Stanley bis 2050 von bis zu 5 Billionen US-Dollar aus.

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