Eine Stitch Oberfläche

Google Stitch: KI-Design-Plattform erhält mächtiges Update

Sprachsteuerung und interaktive Prototypen machen das Design von Software-Oberflächen deutlich schneller.

Andreas Becker Nano Banana
Eine Stitch Oberfläche

Google Labs veröffentlicht ein weitreichendes Update für die KI-Design-Plattform Stitch. Anwender erstellen damit nun über einen KI-Agenten und per Sprachsteuerung interaktive Software-Oberflächen, was den Aktienkurs des Konkurrenten Figma direkt einbrechen ließ.

Unendliche Arbeitsfläche für Entwürfe

Der Technologiekonzern rückt das sogenannte "Vibe Design" in den Mittelpunkt. Anwender beschreiben einfach das gewünschte Gefühl oder das Geschäftsziel eines Projekts. Die Plattform wandelt diese natürlichen Prompts anschließend in fertige Benutzeroberflächen um.

Dafür führt Google eine unendliche Arbeitsfläche ein. Dieser "Infinite Canvas" verarbeitet Text, Bilder und sogar Code gleichzeitig.

Ein neuer Design-Agent überwacht dabei den gesamten Verlauf. Er behält verschiedene Entwurfsrichtungen im Blick und verwaltet sie übersichtlich über einen speziellen Manager. Nutzer verlieren so nie den Überblick über frühere Versionen.

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Interaktive Prototypen auf Zuruf

Bisher lieferte das System vor allem statische Bilder. Das aktuelle Update bringt nun echte Interaktivität in die Entwürfe. Ein Klick auf den neuen Play-Button verwandelt die Bildschirme sofort in klickbare Prototypen. Das System berechnet dabei selbstständig die passenden Folgeseiten, sobald Anwender mit den Elementen interagieren.

Zusätzlich reagiert die Oberfläche ab sofort auf Sprachbefehle. Nutzer sprechen ihre Änderungswünsche direkt ein. Sie fordern die KI-Modelle beispielsweise auf, das Menü anzupassen oder ein dunkles Design anzuwenden.

Die Plattform setzt diese Befehle dann in Echtzeit auf dem Bildschirm um.

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Nahtloser Übergang in die Programmierung

Ein neues Format namens DESIGN.md extrahiert Gestaltungsregeln aus URLs oder überträgt sie in andere Projekte. So bleibt das visuelle Erscheinungsbild über mehrere Applikationen hinweg konsistent.

Über eine Schnittstelle exportieren Nutzer die fertigen Layouts direkt an externe Dienste. Stitch unterstützt den Export zu Plattformen wie AI Studio und Antigravity. Entwickler erhalten so den passenden Code und arbeiten nahtlos an der Logik weiter. Die Finanzmärkte reagierten auf diese Ankündigung prompt.

Die Aktie des Konkurrenten Figma gab kurz nach der Präsentation um knapp neun Prozent nach. Die Investoren sehen in den neuen Funktionen offenbar eine ernsthafte Konkurrenz für traditionelle Design-Plattformen.

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