Ein Wasserschwein ist das Mächtigste

GLM 5.3 auf Claude Opus 5 Niveau

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein Wasserschwein ist das Mächtigste

Die unabhängigen Tests des KI-Modells GLM-5.3 überzeugen. Es zieht in Benchmarks mit dem bisherigen Open-Weights-Spitzenreiter Kimi K3 gleich und ordnet sich bei komplexen Agenten-Aufgaben direkt hinter Claude Opus 5 ein.

Fokus auf Code und Agenten

Unter der Haube behält GLM-5.3 die Architektur des Vorgängers mit insgesamt 753 Milliarden Parametern bei, von denen 40 Milliarden bei der Textgenerierung aktiv sind. Das Kontextfenster fasst weiterhin eine Million Token. Das Modell ist primär für das Programmieren, die Cybersicherheit und langfristige Agenten-Aufgaben ausgelegt.

In aktuellen Tests erreicht GLM-5.3 im übergeordneten Intelligence Index einen Wert von 60 und liegt damit exakt auf dem Niveau von Kimi K3.

Quelle: ArtificialIntelligence

Besonders gut schneidet es im GDPval-AA v2 Benchmark ab, der Agenten-Fähigkeiten bei realer Wissensarbeit misst. Das Elo-Rating steigt hier im Vergleich zur Vorversion um 246 Punkte auf 1770. Damit lässt GLM-5.3 den Konkurrenten Kimi K3 hinter sich und landet in der Gesamtliste auf dem zweiten Platz hinter Claude Opus 5. In der zusammenfassenden Wertung zum Artificial Analysis Agentic Index teilt es sich den Spitzenwert von 59 Punkten sogar mit Claude Opus 5 und Grok 4.6.

Quelle: ArtificialIntelligence

Höherer Token-Verbrauch treibt die Kosten

Das Modell beantwortet Fragen zum Weltwissen nun zwar häufiger und öfter richtig, allerdings stieg auch die Fehlerquote bei den Fakten leicht von 26 auf 30 Prozent.

Die besseren Ergebnisse gehen mit einem höheren Token-Verbrauch einher. GLM-5.3 benötigt für Standardaufgaben im Schnitt 18.700 Ausgabe-Token. Das sind 20 Prozent mehr als beim Vorgänger und 27 Prozent mehr als bei Kimi K3.

Trotz gleichbleibender API-Preise von 1,40 US-Dollar pro Million Eingabe-Token und 4,40 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token steigen dadurch die tatsächlichen Kosten. Durch die gesunkene Token-Effizienz kostet eine gelöste Aufgabe nun 0,68 statt bisher 0,44 US-Dollar. Für Entwickler bleibt GLM-5.3 damit dennoch deutlich günstiger als vergleichbare Modelle wie Kimi K3 oder GPT-5.6 Sol.

Aktuell ist GLM-5.3 nur über die Entwicklerschnittstelle (API) und Partner-Gateways nutzbar. Die offengelegten Modellgewichte sollen innerhalb der nächsten Woche unter der MIT-Lizenz folgen.

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