Ford holt gefeuerte Ingenieure wegen KI Fehlern zurück
Mangelhafte Daten haben die Qualität ruiniert. Nun müssen 350 Experten die automatisierten Abläufe reparieren.

Der US-Autobauer Ford fängt Probleme bei seiner automatisierten Qualitätskontrolle durch die Wiedereinstellung von 350 entlassenen Ingenieuren auf. Nach erheblichen Mängeln verbesserte der Konzern so seine Platzierung im aktuellen Qualitätsranking von JD Power deutlich.
Rückkehr der Spezialisten bringt Ranking-Erfolg
Ford reagierte mit dieser Maßnahme auf erhebliche Einbrüche bei der Fahrzeugqualität. Im Jahr 2025 belegte das Unternehmen im Ranking von JD Power nur den zehnten Platz und schnitt schlechter ab als der Branchendurchschnitt.
Durch die gezielte Rückholung erfahrener Fachkräfte, die über die vergangenen drei Jahre hinweg reaktiviert wurden, kletterte der Autohersteller in der Erhebung für 2026 auf den dritten Platz. Diese Spezialisten waren zuvor bei Ford selbst oder bei entsprechenden Zulieferern entlassen worden.
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Fehlerhafte Datenbasis führte zu Milliardenkosten
Nach Angaben des Managements führten unzureichende Trainingsdaten der KI-Systeme zu den Fehlern. Fords Fahrzeug-Engineering-Chef Charles Poon erklärte, die Technologie liefere nur Ergebnisse auf Basis der eingegebenen Informationen. Das Unternehmen habe der Expertise langjähriger Mitarbeiter in der Vergangenheit zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
Laut COO Kumar Galhotra verließ sich der Autobauer zu stark auf automatisierte Qualitätssysteme, ohne die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Die dadurch entstandenen Mängel verursachten Kosten in Milliardenhöhe. Die zurückgeholten Fachleute, intern als »Graubärte« bezeichnet, identifizierten die Fehlerquellen direkt in den Produktionsabläufen.
Gezielte Nachschulung statt Technologie-Abkehr
Die Rückkehr der Ingenieure bedeutet kein Ende der KI-Nutzung im Konzern. Die Experten sollen die fehlerhaften KI-Anwendungen umprogrammieren und zeitgleich jüngere Angestellte einarbeiten. Technische Störungen sollen dadurch behoben werden, bevor sie sich großflächig in der Produktion auswirken.
Trotz der aktuellen Qualitätssteigerung verzeichnet Ford weiterhin die meisten Fahrzeug-Rückrufe auf dem US-Markt. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit Garantie- und Materialkosten in Höhe von einer Milliarde US-Dollar.