Elon Musk auf einer Drohne

Wie Elon Musk jetzt doch autonome Waffensysteme baut

SpaceX und xAI entwickeln für das US-Militär eine Software, die ganze Drohnenschwärme per Sprachbefehl steuern soll.

Andreas Becker Nano Banana
Elon Musk auf einer Drohne

SpaceX und die KI-Tochter xAI steigen in die Entwicklung autonomer Waffensysteme ein. Die Unternehmen von Elon Musk nehmen an einem Wettbewerb des US-Verteidigungsministeriums für sprachgesteuerte Drohnenschwärme teil, wie Bloomberg berichtet.

Software für den vernetzten Krieg

Das US-Verteidigungsministerium sucht nach Wegen, große Verbände unbemannter Systeme im Einsatz effizienter zu steuern. Die sogenannte "AV Orchestrator Prize Challenge" zielt darauf ab, Drohnen in der Luft und auf dem Wasser nahtlos miteinander zu vernetzen. Diese sollen als kollektiver Schwarm agieren und feindliche Ziele völlig eigenständig verfolgen, ohne dass Menschen jeden Einzelschritt überwachen müssen.

Federführend bei dem ambitionierten Projekt sind die Defense Innovation Unit (DIU) und die Defense Autonomous Warfare Group (DAWG) des Pentagon. Das Programm schließt an frühere Initiativen an, verlagert den technischen Fokus nun aber auf die Befehlsausgabe per natürlicher Sprache. Kommandeure im Feld sollen dem Schwarm künftig lediglich verbale Anweisungen geben, woraufhin die Systeme die komplexe taktische Ausführung selbstständig berechnen.

In der ersten, sechsmonatigen Phase des Wettbewerbs konzentrieren sich die Teilnehmer ausschließlich auf die Programmierung der Softwarearchitektur. Die Entwickler müssen beweisen, dass ihre Algorithmen große Mengen an Sensordaten verarbeiten und in Sekundenbruchteilen koordinierte Flugmanöver auslösen können. Erst zu einem späteren Zeitpunkt plant das Militär, die Software auf physischen Drohnen unter realen Bedingungen zu testen.

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Die Kehrtwende von Elon Musk

Für Elon Musk markiert die Teilnahme an dem Rüstungsprojekt einen spürbaren Kurswechsel. Der Unternehmer warnte in der Vergangenheit mehrfach öffentlich davor, künstliche Intelligenz für Waffensysteme einzusetzen. Durch die Bündelung der Expertise von SpaceX und xAI positioniert er seinen Konzern nun als direkten Technologiepartner des US-Militärs für modernste Kampf-Algorithmen.

Genau diese Software übernimmt künftig die hochkomplexe Arbeit auf dem Schlachtfeld. Während der menschliche Kommandeur lediglich das abstrakte Einsatzziel per Sprache vorgibt, berechnet die künstliche Intelligenz die direkte Steuerung der unbemannten Flotte und die taktische Zielerfassung völlig eigenständig. Das Verteidigungsministerium stattet den gesamten Wettbewerb mit einem Preisgeld von 100 Millionen US-Dollar aus.

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