ElevenLabs macht KI-Agenten deutlich intelligenter
Mit neuen Procedures lassen sich Standardaufgaben wie Support oder Rückerstattungen viel genauer und sicherer steuern.

ElevenLabs hat am Dienstag sogenannte »Procedures« für seine ElevenAgents vorgestellt. Damit lassen sich die KI-Agenten bei wiederkehrenden Aufgaben wie Rückerstattungen oder Support-Anfragen gezielter steuern. Die spezifischen Anweisungen laden nur bei Bedarf, was den allgemeinen System-Prompt entlastet und den Agenten laut Entwickler schneller macht.
Zwei Wege zur Aufgabenbewältigung
ElevenLabs veröffentlicht die Funktion zunächst als Alpha-Version und teilt sie in zwei Kategorien auf. Strukturierte Procedures zwingen den Agenten in eine feste Abfolge von Schritten. Nutzer kombinieren dafür natürliche Sprache mit direkten Tool-Aufrufen. Das eignet sich für Vorgänge wie Identitätsprüfungen oder Zahlungsabwicklungen, bei denen Konsistenz zwingend erforderlich ist.
Freie Procedures geben dem Agenten dagegen lediglich Kontext und Richtlinien vor. Er interpretiert die Anweisungen selbst, ruft bei Bedarf externe Tools auf und passt sich dem Gesprächsverlauf an. Dieser flexiblere Ansatz hilft bei dynamischen Aufgaben wie der technischen Fehlersuche oder individuellen Rechnungsfragen.
Quelle: Elevenlabs
Import bestehender Arbeitsanweisungen
Wer im Unternehmen bereits Standardarbeitsanweisungen nutzt, kann diese direkt importieren. ElevenAgents verarbeitet dafür reine Textdokumente und PDFs. Daraus generiert es automatisch einen ersten Entwurf, den der Nutzer vor der Aktivierung nur noch überprüfen oder anpassen muss.
Die Procedures erweitern die bisherigen Steuerungsmöglichkeiten wie System-Prompts und Workflows um eine konkrete Handlungsebene. ElevenLabs verspricht sich davon eine zügigere Bearbeitung von Support-Tickets und höhere Konversionsraten bei Zusatzverkäufen.

