Ein DeepSeek Wal mit DeepSeek-Antrieb

DeepSeek baut eigenen KI Chip gegen Nvidia und Huawei

Das chinesische Start-up will unabhängiger von teurer Hardware werden. Der geplante Inferenzchip soll bisherige Zulieferer ersetzen.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein DeepSeek Wal mit DeepSeek-Antrieb

DeepSeek arbeitet an einem eigenen KI-Chip. Das chinesische Unternehmen will seine KI-Modelle künftig auf eigener Hardware laufen lassen und sich aus der Abhängigkeit von Zulieferern wie Nvidia und Huawei lösen.

Chip für Inferenzaufgaben

Die Entwicklung befindet sich nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters noch in einer frühen Phase. Der DeepSeek-Chip ist speziell für die Inferenz konzipiert. Er berechnet also die Antworten, die ein fertig trainiertes KI-Modell an die Nutzer ausgibt. Für das rechenintensive Training neuer KI-Modelle greift DeepSeek offenbar auf andere Hardware zurück.

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Personalaufbau im Hintergrund

Um den Inferenzchip zur Marktreife zu bringen, spricht DeepSeek derzeit mit externen Design-Spezialisten, Speicherherstellern und Halbleiter-Auftragsfertigern. Das Start-up baut zudem seit Monaten heimlich intern Personal auf. Es stellt gezielt Chipdesign-Ingenieure ein, verzichtet dabei aber auf öffentliche Stellenausschreibungen.

Wettbewerb im chinesischen Markt

DeepSeek reagiert mit dem Hardware-Projekt auf die knappe Verfügbarkeit von leistungsstarken Prozessoren. Da US-Exportkontrollen den Kauf aktueller Nvidia-Chips in China verhindern, füllt Huawei diese Lücke. Der Konzern wird in diesem Jahr voraussichtlich etwa die Hälfte des chinesischen KI-Chip-Marktes bedienen.

Andere Technologiekonzerne wollen diese neue Abhängigkeit von Huawei jedoch vermeiden. Neben DeepSeek entwerfen auch Alibaba und Baidu mittlerweile eigene KI-Chips für den Betrieb ihrer KI-Modelle. Sie setzen damit eine Vorgabe der Regierung in Peking um, amerikanische Technologie schrittweise durch heimische Hardware zu ersetzen.

Wann der Inferenzchip von DeepSeek funktionsfähig ist und in den Rechenzentren installiert wird, geht aus dem Bericht nicht hervor. Die zitierten Reuters-Quellen wollten anonym bleiben, da das Projekt noch nicht offiziell vorgestellt wurde.

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