Sechs Monate nach dem Testlauf in den USA weitet OpenAI sein Werbeprogramm auf 31 europäische Länder, darunter Deutschland und Österreich, aus. Während zahlende Kunden ab dem Plus-Abo verschont bleiben, sehen Gratis- und Go-Accounts künftig bezahlte Anzeigen.
Startschuss für den europäischen Markt
Kommende Woche rollt OpenAI das Anzeigenprogramm in weiten Teilen Europas aus. Unternehmen buchen ihre Kampagnen anfangs direkt über das Vertriebsteam oder Partneragenturen. Im Laufe des Sommers öffnet OpenAI dann ein Portal für direkte Buchungen.
Die Werbung erscheint ausschließlich bei Nutzern der Tarife »Free« und »Go«. Wer ein Plus-, Pro- oder Enterprise-Abonnement bezahlt, nutzt ChatGPT weiterhin komplett werbefrei.
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Datenschutz und optische Trennung
OpenAI blendet die Werbung optisch getrennt von den generierten Inhalten ein. Die bezahlten Platzierungen beeinflussen die Antworten von ChatGPT nicht. Gespräche bleiben privat, das Unternehmen verkauft keine Nutzerdaten an Werbekunden. Anwender können zudem Einstellungen zur Personalisierung der Werbung anpassen.
Im Gegenzug erhalten Marketingabteilungen neue Funktionen für ihre Kampagnen. Seit dem US-Start im Februar hat OpenAI das System stark ausgebaut. Statt nur für reine Klicks bezahlen Werbekunden nun zielgerichtet für erfolgreiche Abschlüsse.
Neue Schnittstellen für Werbekunden
Dafür stellt OpenAI eigene Schnittstellen wie den OpenAI Pixel und eine Conversions API bereit. Über Geo-Targeting grenzen Firmen ihre Zielgruppe regional ein.
Menschen nutzen ChatGPT oft für konkrete Vorhaben, etwa um Reisen zu planen oder Software auszuwählen. Genau hier sollen Werbekunden künftig ihre Produkte platzieren, wenn Kaufentscheidungen fallen. Zehntausende Firmen nutzen das System nach Angaben von OpenAI bereits. Mit den Einnahmen finanziert das Unternehmen den dauerhaften Betrieb der kostenlosen Chat-Zugänge.
