Die Designplattform Canva entlässt über 1000 Mitarbeiter und baut ihre Teams um. Außerdem bekommen bleibende Mitarbeiter zum Teil andere Aufgaben oder müssen den Standort wechseln.
Weniger Führungsebenen, mehr Teams in Sydney
CEO Melanie Perkins begründet den Umbau mit langsamerem Wachstum und zu viel Abstimmung zwischen den Teams. Canva führt deshalb die Bereiche Produktentwicklung, Wachstum und Plattform zusammen, streicht Führungsebenen und bündelt mehr Produktteams in Sydney.
Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen, erhalten mindestens sechs Monatsgehälter einschließlich gesetzlicher Ansprüche. Wo Canva eine Krankenversicherung anbietet, übernimmt das Unternehmen diese weitere zwölf Monate.
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Kostenlose KI wird für Canva teuer
Canva erreicht Hunderte Millionen Nutzer, ein großer Teil davon nutzt aber nur die kostenlose Version. Mit KI verändert sich die Rechnung hinter diesem Modell. Jede Generierung benötigt Rechenleistung, auch wenn der Nutzer dafür nichts bezahlt.
Nach dem Start von Canva AI 2.0 im April überstieg die Nachfrage die Erwartungen. Canva setzte zu stark auf teure externe KI-Modelle.
Eigene Modelle sowie passende Preise und Nutzungslimits waren noch nicht ausreichend vorbereitet. Das Unternehmen bremste deshalb die Einführung neuer KI-Funktionen.
Inzwischen senkte Canva die Kosten pro KI-Aufgabe um fast 90%, unter anderem durch eigene Modelle und eine bessere Verteilung der Aufgaben. Zusätzlich konkurriert Canva mittlerweile aber auch mit ChatGPT um zahlende Kunden.
Wachstum bleibt hinter den Zielen zurück
Im zweiten Quartal 2026 erzielte Canva 922 Millionen $ Umsatz, rund 25% mehr als ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr senkte das Unternehmen seine Wachstumsprognose dennoch von 30% auf 20%.
Auch die Investoren reagierten. Blackbird und Airtree setzten Canvas Bewertung im August von 42 Milliarden $ auf 34,9 Milliarden $ herab.
