Anthropic bringt seine KI in amerikanische Behörden
Mit Claude Code und Cowork sollen Beamte künftig Software modernisieren und lästige Büroaufgaben automatisieren.

Anthropic hat Claude Code und Claude Cowork in einer öffentlichen Beta-Version für den US-Behördensektor freigegeben. Die Anwendungen laufen in einer speziell abgesicherten Umgebung, um Software-Systeme zu modernisieren und Büroaufgaben zu automatisieren.
Neue Funktionen für den öffentlichen Dienst
Claude Code unterstützt Entwickler im öffentlichen Sektor dabei, die IT-Infrastruktur für staatliche Dienstleistungen zu aktualisieren. Parallel dazu greift Claude Cowork direkt auf lokale Dateien auf dem Desktop zu. Dadurch können Mitarbeiter Aufgaben wie das Erstellen von Memos, die Prüfung von Ausschreibungen oder das Vorbereiten von Präsentationen delegieren.
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Strenge Kontrolle über Budgets und Daten
Für den Einsatz in Behörden verfügt die Desktop-Anwendung über spezifische Governance-Funktionen. Administratoren können die Ausgaben über Abteilungen hinweg steuern und Budgets an staatliche Fördergelder koppeln. Dafür lassen sich feste Nutzungslimits und Benachrichtigungen einrichten, bevor das Guthaben erschöpft ist.
Die Konfiguration erlaubt es, übergeordnete Vorgaben für Unterbehörden festzulegen, welche Modelle genutzt werden dürfen und worauf der Zugriff erlaubt ist. Der Konversationsverlauf verbleibt lokal auf den vom Amt verwalteten Geräten. Die Berechnungen selbst finden in einer nach dem Standard FedRAMP High autorisierten Cloud-Umgebung statt.
Sicherheit und administrative Überwachung
Jede administrative Änderung wird in einem manipulationssicheren, kryptografisch verketteten Protokoll erfasst. Kritische Operationen aufseiten von Anthropic erfordern zudem die Freigabe durch zwei Personen. Für Sicherheitsprüfungen stellt der Anbieter einen Leitfaden sowie Berichte zu Penetrationstests bereit.
Die Verteilung erfolgt über etablierte MDM-Systeme der Behörden, wobei Verträge direkt mit Anthropic geschlossen werden.