Ein Anthropic Info Grafik

Anthropic bringt cloudbasierte »Routines« für Claude Code

Mit den neuen Routines analysieren KI-Modelle eigenständig Fehlerberichte und prüfen Pull Requests. Die Funktion startet für Bezahlkunden.

Andreas Becker Nano Banana
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Anthropic stattet Claude Code mit weitreichenden Automatisierungen aus. Die neuen sogenannten Routines übernehmen Entwickleraufgaben wie Fehlerbehebungen, Dokumentationen und Code-Reviews völlig selbstständig in der Cloud. Programmierer sparen dadurch bei wiederkehrenden Prozessen wertvolle Zeit.

Unabhängig vom lokalen Rechner

Bisher erforderten lokale Abläufe oft eigene Server oder dauerhaft laufende Computer. Routines verlagern diese Automatisierung nun vollständig auf die Web-Infrastruktur von Anthropic. Die KI-Modelle arbeiten Aufgaben im Hintergrund ab, ohne dass ein Gerät vor Ort eingeschaltet bleiben muss.

Nutzer richten den Ablauf einmalig mit einem Prompt und den passenden Verknüpfungen ein. Danach agiert das System völlig autonom. Die KI-Modelle erhalten dabei direkten Zugriff auf Repositories und verbundene externe Dienste. Das ermöglicht tiefgreifende Eingriffe in bestehende Projekte. Entwickler definieren den genauen Ablauf und überlassen die Ausführung der künstlichen Intelligenz.

Quelle: Anthropic

Flexible Auslöser für jeden Workflow

Die Automatisierungen starten auf drei verschiedenen Wegen. Zeitgesteuerte Routines laufen nach einem vorher festgelegten Rhythmus ab. Sie ziehen sich beispielsweise nachts den drängendsten Fehler aus dem Backlog, entwerfen einen Fix und erstellen völlig selbstständig einen Pull Request.

Alternativ reagieren die KI-Modelle auf externe API-Aufrufe. Jeder hinterlegte Ablauf erhält einen eigenen Endpunkt. Das verbindet Claude Code direkt mit internen Tools oder Alerting-Systemen von Drittanbietern. Meldet ein Dienst einen Fehlerbericht, analysiert die KI die entsprechenden Logs und schlägt dem zuständigen Team sofort einen fundierten Lösungsansatz vor.

Der dritte Weg führt über Webhooks, startend mit einer direkten Anbindung an GitHub. Ein neu erstellter Pull Request aktiviert sofort die detaillierte Prüfung durch die KI. Die Modelle kontrollieren den geschriebenen Code auf Sicherheitsaspekte und hinterlassen direkt im Code Kommentare für die menschlichen Prüfer.

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Verfügbarkeit und tägliche Limits

Die Einsatzgebiete passen sich flexibel an den jeweiligen Arbeitsalltag an. Manche Teams nutzen die Abläufe, um Änderungen in Python-Bibliotheken automatisch in andere Programmiersprachen zu übertragen. Andere scannen wöchentlich ihre Dokumentationen auf veraltete Verweise und lassen diese korrigieren.

Die neuen Funktionen stehen Nutzern der Tarife Pro, Max, Team und Enterprise zur Verfügung. Je nach Abonnement gelten dabei unterschiedliche Grenzen für die tägliche Nutzung. Pro-Mitglieder führen bis zu fünf Abläufe täglich aus. Max-Abonnenten erhalten 15 Durchläufe, während Team- und Enterprise-Kunden bis zu 25 Prozesse am Tag anstoßen. Zusätzliche Kapazitäten erfordern weiteres Guthaben.

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