Microsoft will Windows zur Plattform für sogenannte hybride Intelligenz ausbauen. Copilot und andere KI-Agenten sollen Aufgaben künftig wahlweise auf dem PC oder in der Cloud erledigen. Davon verspricht sich der Konzern niedrigere Cloud-Kosten, einen besseren Zugriff auf lokale Dateien und mehr Kontrolle über sensible Daten.
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Copilot greift auf Dateien und lokale Modelle zu
Auf Copilot+ PCs soll Copilot mit Zustimmung des Nutzers Dateien und kürzlich verwendete Inhalte berücksichtigen. Der Chatbot kann dann Dokumente für die Zusammenarbeit vorbereiten, Dateien ordnen, Geräteprobleme untersuchen oder Arbeitsschritte direkt in Windows ausführen. Für geeignete Aufgaben greift er auf lokale KI-Modelle zu, während anspruchsvollere Anfragen weiterhin in der Cloud landen können.
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Die neuen Funktionen betreffen die Bereiche Home, Code und Autopilot. Microsoft beschreibt Autopilot als dauerhaften persönlichen Agenten, der im Hintergrund weiterarbeitet. Die auf hybrider Intelligenz beruhenden Copilot-Funktionen sollen in den kommenden Monaten schrittweise auf Copilot+ PCs erscheinen.
Auch Entwickler erhalten Zugriff auf lokale Modelle. GitHubs HydraFusion soll Anfragen in Copilot, der Copilot-Kommandozeile und Visual Studio Code automatisch an ein passendes Modell auf dem PC oder in der Cloud weiterleiten. Eine experimentelle Vorschau ist noch für Oktober geplant. Windows ML unterstützt zudem llama.cpp und kann Modelle über GPU, NPU oder CPU ausführen.
Ein Beispiel dafür ist MAI Code 1.1 Flash mit insgesamt 137 Milliarden und 6,8 Milliarden aktiven Parametern. Eine 3-Bit-Quantisierung verkleinert das Modell um fast 80 Prozent. Trotzdem soll es auf dem PC ein Kontextfenster mit 256.000 Tokens bieten und genügend Ressourcen für andere Programme freilassen.
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Grenzen für selbstständig arbeitende Agenten
Weil Agenten Dateien öffnen, Code schreiben und eigenständig Programme bedienen, führt Microsoft neue Sicherheitsgrenzen ein. Die Microsoft Execution Containers, kurz MXC, sind für Windows 11 allgemein verfügbar. Unternehmen können damit festlegen, auf welche Dateien und Netzwerkverbindungen ein Agent zugreifen darf. Eine eigene Identität soll außerdem nachvollziehbar machen, ob eine Aktion vom Nutzer oder von einem Agenten stammt.
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Zu den ersten unterstützten Angeboten gehören Codex, GitHub Copilot, OpenClaw, Replit und LM Studio. Claude Code, Perplexity, Manus und weitere sollen folgen. Für kompakte Desktop-PCs kündigt Microsoft außerdem eine vereinfachte Einrichtung solcher Agenten an. OpenClaw erhält dafür ein natives Windows-Gateway und eine MXC-Anbindung.
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Die nötige Rechenleistung liefern neue Geräte mit Nvidias RTX Spark. Der Surface Laptop Ultra kann mit bis zu 128 GB gemeinsamem Speicher KI-Modelle mit mehr als 120 Milliarden Parametern lokal ausführen. Asus, Dell, HP, Lenovo und MSI nehmen ebenfalls passende Geräte ins Programm. Noch größer fällt die DGX Station für Windows aus. Der Schreibtischrechner soll Modelle mit mehr als einer Billion Parametern ausführen und mindestens 32 Agenten gleichzeitig versorgen können.





