Neue autonome Agenten ersetzen einfache Custom-GPTs
Einmal eingerichtet übernehmen die Codex-Modelle vielschichtige Aufgaben im Hintergrund. Strenge Freigabeprozesse sichern dabei sensible Aktionen ab.

Künstliche Intelligenz übernimmt fortan komplexe, mehrstufige Teamaufgaben selbstständig im Hintergrund. Sogenannte Workspace-Agents ziehen Kontext aus verschiedenen Systemen zusammen und arbeiten kontinuierlich weiter, auch wenn Nutzer längst offline sind.
Autonome Ausführung in der Cloud
Bisherige Custom-GPTs reagieren primär auf einzelne Eingaben und beenden danach umgehend ihre Aktivität. Völlig anders verhalten sich die neuen, auf dem Codex-Modell basierenden Agenten, welche dauerhaft in der Cloud laufen. Dadurch lösen sie sich nahezu komplett von der direkten Interaktion.
Treibt eine Slack-Integration beispielsweise eine neue Anfrage in das System, bearbeitet die KI diese vollkommen autark. Dabei sammelt das Modell selbstständig die nötigen Hintergrundinformationen, erstellt eine präzise Antwort und verlinkt unaufgefordert passende Dokumentationen aus dem Firmennetzwerk.
Geteilter Kontext für Arbeitsgruppen
Tatsächlich liegt ein zentraler Aspekt der Neuentwicklung in der strikten kollaborativen Ausrichtung. Anstatt isoliert nur Einzelpersonen zu unterstützen, greifen die Modelle auf einen gemeinsamen Workspace zu. Dieser umfasst neben geteilten Dateien und geschriebenem Code auch ein weitreichendes Langzeitgedächtnis.
Wissen versickert somit nicht länger bei bestimmten Personen oder in versteckten Ordnern. Stattdessen überführen Teams bewährte Prozesse in jederzeit wiederverwendbare Workflows. Durch alltägliche Konversationen und gelegentliche manuelle Korrekturen lernen die Agenten im Hintergrund zudem kontinuierlich dazu.
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Konkrete Anwendungsfälle im Unternehmensalltag
Für die initiale Einrichtung reicht bereits eine einfache Textbeschreibung oder ein kurzer Dateiupload völlig aus. Danach definiert das System automatisch die nötigen Einzelschritte, verknüpft die passenden externen Programme und testet den gesamten Ablauf. Vorgefertigte Templates für klassische Bereiche wie Finanzen oder Vertrieb erleichtern den Einstieg zusätzlich.
Im Arbeitsalltag analysiert ein Software-Review-Agent dann beispielsweise eigenständig eingehende Lizenzanfragen und gleicht diese sofort mit den internen Richtlinien ab. Ein Lead-Outreach-Agent qualifiziert währenddessen neue Kundenkontakte. Er verfasst daraufhin personalisierte E-Mails und trägt die neu gewonnenen Daten ohne menschliches Zutun direkt in das angebundene CRM-System ein.
Freigabeprozesse und Preismodell
Trotz der großen Autonomie behalten Administratoren bei kritischen Aktionen zwingend die Oberhand. Bevor ein Agent tatsächliche Termine einträgt oder externe Mails versendet, fordert er vorab immer eine explizite Genehmigung an. Parallel dazu protokolliert eine integrierte Compliance-API sämtliche Aktivitäten und Berechtigungen transparent mit.
Die bisherigen einfachen GPTs bleiben vorerst erhalten, eine Konvertierungsfunktion soll jedoch zeitnah folgen. Aktuell stehen die Workspace-Agents für Business-, Enterprise-, Edu- und Teachers-Tarife in einer weitreichenden Research Preview bereit. Bis zum 6. Mai 2026 nutzen Teams die Funktion komplett kostenlos, ab sofort läuft also der Countdown für das danach greifende kreditbasierte Abrechnungsmodell.