Ein Roboter macht die Steuern

OpenAI bringt selbstlernende KI für Steuererklärungen

Das neue KI-Modell optimiert seine Leistung im laufenden Betrieb und erspart Buchhaltern enorm viel Arbeitszeit.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein Roboter macht die Steuern

OpenAI und Thrive Holdings haben ein KI-Modell für Steuererklärungen vorgestellt, das aus eigenen Fehlern lernt. Die sogenannte Tax AI erkennt im Arbeitsalltag, wo sie falsch liegt, und verbessert eigenständig ihren Code. Dafür nutzt sie das Programmier-KI-Modell Codex von OpenAI.

Reale Korrekturen als Trainingsgrundlage

KI-Modelle haben oft Probleme mit unvorhersehbaren Sonderfällen in der echten Welt. Bei komplexen Steuererklärungen kostet das manuelle Nachbessern durch Fachkräfte extrem viel Zeit. Die Entwickler binden deshalb das Praxiswissen von über 30 Steuerbüros direkt in den Lernprozess ein.

Wenn ein Anwender einen falschen Wert korrigiert, speichert die Tax AI den gesamten Weg vom Originaldokument bis zur tatsächlichen Änderung. Das KI-Modell nutzt diese gesammelten Daten, um wiederkehrende Fehler sofort zu erkennen. Ein Entwickler muss dadurch kaum noch von Hand in den Code eingreifen.

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Autonome Fehlerbehebung durch Codex

Das KI-Modell Codex wandelt die gesammelten Fehlerdaten direkt in gezielte Testaufgaben um. Es untersucht dabei selbstständig den zugrundeliegenden Code und die Logik hinter der Datenzuordnung. Findet Codex die genaue Ursache für einen Fehler, schlägt es direkt eine konkrete Lösung vor.

Bevor diese Änderung live geht, überprüft die Tax AI den Lösungsansatz mit bestehenden Testfällen. Dieser geschlossene Kreislauf sorgt für eine kontinuierliche und schnelle Optimierung im Hintergrund. Selbst komplizierte Steuerdokumente mit unübersichtlichen Tabellen verarbeitet das KI-Modell auf diese Weise nach und nach fehlerfrei.

Quelle: OpenAI

Messbare Zeitersparnis im Arbeitsalltag

Die automatische Verbesserung der KI zeigt sich deutlich in den Leistungsdaten. Zum Start des Pilotprojekts erreichten nur 25 Prozent der bearbeiteten Steuererklärungen eine Vollständigkeit von mindestens 75 Prozent. Innerhalb von nur sechs Wochen kletterte dieser Wert bereits auf über 86 Prozent.

Für die Anwender bedeutet diese Entwicklung eine enorme Entlastung. Die Bearbeitungszeit sinkt drastisch, während die Genauigkeit der Vorentwürfe in der Spitze auf bis zu 97 Prozent steigt. Das KI-Modell erhöht den Gesamtdurchsatz der Kanzleien um etwa 50 Prozent.

Eine beteiligte Buchhalterin reduzierte ihren Arbeitsaufwand für Steuererklärungen im Vergleich zum Vorjahr von 180 auf lediglich 15 Stunden. Thrive Holdings plant bereits, diese Architektur auf Bereiche wie Buchhaltung, Wirtschaftsprüfung und den internen IT-Support zu übertragen.

Quelle: OpenAI

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