Codex malt Goblin

OpenAIs Codex steuert Windows PCs nun eigenständig

Die KI bedient Programme und den Mauszeiger. Nutzer kontrollieren die Aufgaben bequem per Smartphone.

Andreas Becker OpenAI
Codex malt Goblin

OpenAI weitet die Fähigkeiten seiner Programmier-KI Codex unter Windows deutlich aus. Die Software steuert nun nicht mehr nur den Browser, sondern übernimmt eigenständig den gesamten Desktop. Parallel dazu streicht der Entwickler ältere ChatGPT-Modelle.

Codex übernimmt den Windows-Desktop

Bisher erledigte die KI viele Aufgaben vorrangig über eine Chrome-Integration im Hintergrund. Mit der neuen Funktion »Computer Use« greift die Codex-App nun tiefer in das Betriebssystem ein. Die Software bedient installierte Programme selbstständig und übernimmt dafür sichtbar den Mauszeiger.

Anwender erteilen der KI Arbeitsaufträge und erwähnen dabei gezielt bestimmte Programme. Der eigene Rechner fungiert weiterhin als lokaler Host für alle Projektdateien.

Aktivieren kann man die Funktion mit einem einfachen Klick in der App...

Quelle: OpenAI

Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum, in der Schweiz und in Großbritannien erhalten diese Desktop-Steuerung vorerst allerdings nicht. OpenAI blockiert die Funktion in diesen Regionen zum Start.

Mobile Kontrolle und Modell-Abschaltungen

Ein weiterer Teil des Updates ist die mobile Fernüberwachung. Nutzer scannen einen QR-Code in der Windows-Anwendung, um diese mit der ChatGPT-App für iOS oder Android zu verbinden. Dadurch lassen sich laufende Prozesse bequem vom Smartphone aus kontrollieren.

Solange der PC eingeschaltet bleibt, starten Anwender von unterwegs auch völlig neue Programmieraufgaben. Die eigentliche Rechenarbeit verbleibt dabei auf dem Desktop-Rechner bzw. der Cloud.

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Modell-Änderungen bei ChatGPT

Auch bei den regulären Textmodellen passt OpenAI sein Angebot an. Das Modell GPT-5.5 Instant formuliert Antworten nun natürlicher, verliert jedoch die Canvas-Ansicht. Diese Schreib- und Code-Aufgaben finden künftig direkt über Textblöcke im Chatfenster statt.

Zudem verschwinden zwei ältere Vorgänger endgültig aus der Anwendung. Das Modell GPT-4.5 geht am 27. Juni 2026 vom Netz. o3 folgt kurze Zeit später am 26. August 2026. Entwickler greifen über die API vorerst weiter auf o3 zu.

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