OpenAI bereitet neues Top-Modell Astra vor
Das Modell arbeitet völlig autonom über Tage hinweg an Projekten. Dabei hat es bereit 10 ungelöste Mathematik-Rätsel gelöst.

OpenAI testet eine neue Modellfamilie namens Astra. Sie ist darauf spezialisiert, stunden- oder tagelang eigenständig an komplexen Problemen zu arbeiten. Die neuen Fähigkeiten zeigen sich bereits in der Praxis, doch vor einer Veröffentlichung steht noch eine behördliche Prüfung.
Fokus auf langwierige Aufgaben
Bisherige Modelle liefern meist schnelle Antworten auf kurze Eingaben. Astra bildet eine neue Klasse. Das Modell bearbeitet komplexe Projekte über lange Zeiträume hinweg. Dafür lässt OpenAI mehrere Agenten zusammenarbeiten.
Solche Multi-Agenten-Ansätze gelten in der Entwicklung als anspruchsvoll. Wenn sich Fehler im Arbeitsablauf summieren und der Kontext wächst, muss sich Astra selbst korrigieren. Gelingt das nicht, zehrt der hohe Koordinationsaufwand die Leistungsgewinne schnell wieder auf.
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Zehn Mathematik-Probleme gelöst
Eine interne Version von Astra hat zehn mathematische und theoretische Informatik-Probleme gelöst, an denen sich Wissenschaftler seit über einem Jahrzehnt vergeblich versucht hatten.
Die Kosten für die benötigte Rechenleistung beliefen sich auf rund 2.000 US-Dollar. Das Modell berechnete nicht nur die Lösungswege. Es verfasste anschließend auch die passenden wissenschaftlichen Manuskripte und formalisierte die mathematischen Beweise.
Hier geht zum ausführlichen Paper.
Auf dem Weg zum autonomen Forscher
Das Fernziel von OpenAI ist ein vollautonomer KI-Forscher, der bis Anfang 2028 eigenständig komplette wissenschaftliche Projekte durchführen soll. Noch in diesem Herbst ist ein Modell geplant, das auf dem Niveau eines Forschungspraktikanten arbeitet und Wissenschaftler entlastet.
Astra dürfte die technische Grundlage für diese Pläne bilden. Solche langlaufenden Prozesse benötigen jedoch deutlich mehr Rechenleistung, weshalb das Unternehmen seine Infrastruktur derzeit stark ausbaut.
Neue Einordnung und behördliche Prüfung
Intern rangiert Astra über den aktuellen Systemen Sol, Terra und Luna. Ob es als GPT-6 oder als Zwischenschritt wie GPT-5.7 auf den Markt kommt, ist unklar. Ein Starttermin steht noch nicht fest.
Bevor Nutzer auf Astra zugreifen können, muss das Modell neue Hürden nehmen. CEO Sam Altman demonstrierte das System in dieser Woche bereits US-Politikern in Washington D.C.
Astra durchläuft derzeit erste Tests und wird als erstes Modell dem geplanten Regelwerk der US-Regierung unterworfen. Dieses schreibt vor, dass Entwickler ihre Modelle vor der Freigabe staatlichen Stellen vorlegen müssen. Die Administration strebt an, den neuen Rahmen bis zum Wochenende zu finalisieren.