Pele spielt Fußball

Google DeepMind rekonstruiert Pelés verlorenes Tor mit KI

Seit 1959 fehlten die Bilder. Jetzt bringt Google den legendären Treffer per Video zurück.

Andreas Becker Google Deepmind
Pele spielt Fußball

Google DeepMind hat ein historisches Tor der Fußballlegende Pelé aus dem Jahr 1959 digital rekonstruiert. Das Unternehmen kombinierte dafür reale Filmaufnahmen mit den KI-Modellen Veo 3, Gemini Omni und Nano Banana Pro. Das Ergebnis ist eine Mini-Dokumentation für das Pelé-Museum in Santos.

3600 Bilder für historische Präzision

Pelé lupfte den Ball am 2. August 1959 im Rua-Javari-Stadion über drei Gegenspieler und den Torwart, ohne dass er den Boden berührte. Weil von dem Spielzug keine Filmaufnahmen existieren, sammelte ein Team um die Historikerin Anita Lucchesi knapp 2000 Dokumente und befragte Zeitzeugen. Aus diesen Daten und 3600 Archivbildern setzten sie den exakten Ablauf zusammen.

»Er sagte immer, es sei eine Schande, dass das Tor nie aufgenommen wurde«, erklärt Pelés Tochter Flávia Kurtz.

3D-Tracking steuert Videogenerierung

Die Filmcrew drehte zunächst Basisszenen mit einem Stunt-Spieler, historischen Trikots und schweren Lederbällen auf dem Rasen. Generative Modelle tun sich mit komplexer sportlicher Choreografie schwer. Google nutzte deshalb die Funktion Performance Control in Veo 3.

Sie extrahiert die 3D-Geometrie und Bewegungsdaten des echten Spielers und zwingt die Videogenerierung exakt in dieses physikalische Muster.

Anzeige

Hybride Postproduktion

Gemini Omni und Nano Banana Pro übernahmen die Umgebungsdetails. Sie passten das moderne Stadion an die bewölkten Wetterbedingungen des damaligen Spieltags an und generierten die Zuschauerkulisse. Gleichzeitig projizierten sie Pelés Gesicht und sein Trikot mit der Nummer 10 auf den Stunt-Spieler.

Für den Feinschliff kombinierte Google die KI-generierten Ebenen mit klassischen visuellen Effekten. Techniker fügten den Ball manuell ein und passten die Farben an. Eine sogenannte Filmout-Maschine übertrug das digitale Video abschließend auf analoges Material, um den Kino-Look der 1950er-Jahre exakt zu treffen.

KI-Wissen mit menschlicher Note

Wir arbeiten wie die großen Magazine: KI-gestützt, aber jeder Text wird von echten Menschen geprüft und optimiert. Was uns unterscheidet? Bei uns gibt es keine Paywall!

Jeder Beitrag zählt – auch das Teilen.