Verschiedene Musikstücke und eine Euro-Note

Mit KI-Musik lässt sich ab sofort Geld verdienen

ElevenLabs startet den Music Marketplace für Audio-Tracks. Anwender erhalten einen direkten Anteil an den Verkäufen.

Andreas Becker Nano Banana
Verschiedene Musikstücke und eine Euro-Note

ElevenLabs hat den neuen "Music Marketplace" veröffentlicht. Anwender können ab sofort ihre eigenen KI-generierten Songs auf der Plattform anbieten, lizenzieren und damit Einnahmen erzielen. Das Unternehmen weitet sein Payout-System damit auf den Musikbereich aus.

Monetarisierung für Audio-Modelle

Der neue Marktplatz ist direkt in die Plattform "ElevenCreative" integriert. Er erlaubt es Anwendern, Titel, die sie mit den KI-Modellen von ElevenLabs erstellt haben, anderen zur Verfügung zu stellen.

Sobald ein Nutzer einen Song lizenziert, erhält der ursprüngliche Ersteller einen Anteil. Die Auszahlungen beginnen bei 25 Prozent des Kaufpreises. Aktive Anbieter können diesen Anteil im Laufe der Zeit steigern.

ElevenLabs greift dabei auf die Infrastruktur seines etablierten Voice-Marktplatzes zurück. Über dieses System hat die Firma nach eigenen Angaben bereits über elf Millionen US-Dollar an Sprecher und Ersteller ausgezahlt.

Quelle: ElevenLabs

Verschiedene Lizenzen für den Einsatz

Interessenten erwerben keine Exklusivrechte an den generierten Musikstücken, sondern spezifische Nutzungslizenzen. Ein Basis-Tarif deckt die private Veröffentlichung auf Social-Media-Plattformen oder in monetarisierten Videos ab. Für kommerzielle Projekte stehen erweiterte Optionen bereit.

Eine Marketing-Lizenz erlaubt den Einsatz in bezahlten Werbekampagnen und Kundenprojekten. Für physische Veranstaltungen, Messen oder die Beschallung von Ladengeschäften gibt es eine separate Offline-Lizenz. Alle Tracks lassen sich nach dem Kauf herunterladen oder auf der Plattform in neue Projekte integrieren und remixen.

Ein direkter Vertrieb der KI-Songs über etablierte Streaming-Dienste wie Spotify bleibt unabhängig von der gewählten Lizenz untersagt.

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Präzise Steuerung durch Fine-Tuning

Parallel zum Marktplatz führt das Unternehmen die Funktion "Music Finetunes" ein. Produzenten erhalten damit mehr Kontrolle über das finale Audio-Ergebnis. Anwender passen das zugrundeliegende Modell durch gezieltes Fine-Tuning an einen bestimmten musikalischen Stil an.

Das System liefert anschließend stilistisch konsistente Gesangsspuren, einzelne Instrumente oder komplette Arrangements. Durch detailliertes Prompting geben die Ersteller Stimmung, Tempo und Genre exakt vor. Entwickler und Marketing-Teams erstellen auf diese Weise maßgeschneiderte Soundtracks für Apps oder Werbevideos. Die Kataloggröße des Marktplatzes wächst mit jedem neuen Song, den die Community publiziert.

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