Zuckerberg auf einem Lama

Mark Zuckerberg lehnt den gemeinsamen KI-Slowdown ab

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Zuckerberg auf einem Lama

Meta-Chef Mark Zuckerberg stellt sich gegen die Forderung, führende KI-Unternehmen sollten ihre Entwicklung gemeinsam verlangsamen. In einem neuen Beitrag auf X schreibt er, jedes Unternehmen müsse sein Training so weit drosseln, wie es für die Sicherheit nötig sei. Dafür brauche es keinen Gleichschritt mit den Konkurrenten.

Damit setzt Zuckerberg einen deutlichen Kontrapunkt zu Dario Amodei, Sam Altman, Elon Musk und weiteren Branchengrößen. Sie hatten zuletzt mehr Zeit für Sicherheitsmaßnahmen gefordert. Zuckerberg bestreitet nicht, dass einzelne Veröffentlichungen verschoben werden müssen. Er lehnt aber eine gemeinsame Bremse als Voraussetzung dafür ab.

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Alignment soll zum Wettbewerbsvorteil werden

Zuckerberg setzt vor allem auf den Markt. Nutzer würden Agenten ablehnen, die nicht in ihrem Interesse handeln oder Aufträge falsch ausführen. Vertrauen und Alignment seien deshalb keine Gegenspieler neuer Fähigkeiten, sondern würden selbst zu den wichtigsten Fähigkeiten eines Modells.

Hinzu komme das Haftungsrisiko, falls ein Modell Schaden verursacht. Als Beispiel nennt Zuckerberg den persönlichen KI-Agenten Muse. Meta habe dessen Start um mehrere Monate verschoben, um Sicherheit und Schutz zu verbessern. Muse kann unter anderem E-Mails versenden, Reisen buchen und Käufe vorbereiten. Gerade deshalb sind Kontrollen vor sensiblen Aktionen ein zentraler Teil des Produkts.

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Externe Prüfer statt gemeinsamer Pause

Externe Prüfer hält Zuckerberg ausdrücklich für sinnvoll. Meta Superintelligence Labs arbeite bereits in mehreren Bereichen mit unabhängigen Evaluatoren und Beratern. Er fordert ein größeres und vielfältigeres Angebot solcher Prüfer, sieht darin aber keinen Grund für eine branchenweite Pause.

Zudem sollen KI-Unternehmen den klar überwiegenden Teil ihrer Rechenleistung für Aufgaben der Nutzer reservieren, statt ihn in eine beschleunigte Selbstverbesserung der Modelle zu stecken. Meta habe sich dazu verpflichtet.

Zuckerbergs Kurs stellt Sicherheit damit nicht hinter Tempo. Er will sie über Entscheidungen jedes einzelnen Unternehmens, Haftungsdruck, Produktakzeptanz und externe Kontrolle erzwingen. Der zentrale Streitpunkt ist, wer das Tempo setzt. Eine gemeinsame Vereinbarung oder jeder Anbieter für sich.

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