Meta baut mit der neuen Enterprise Platform einen eigenen Geschäftsbereich rund um KI-Produkte für Unternehmen auf. Gründer Mark Zuckerberg nennt das Vorhaben die nächste große Säule des Konzerns. Im Zentrum stehen der KI-Agent Muse und eine Sammlung von Diensten für Entwickler und Firmenkunden.
Metas KI-Paket soll in Unternehmen einziehen
Die Meta Enterprise Platform bündelt künftig die gesamte KI-Technik des Konzerns für den Einsatz in Unternehmen. Zum Start gehören dazu der Muse Agent, Meta Business Agent, die Muse API und Muse Code. Meta will damit Anwendungen anbieten, die Unternehmen in eigene Abläufe und Produkte einbauen können.
Der Konzern kann dafür auf seine bestehende Infrastruktur und seine Beziehungen zu Hunderten Millionen Unternehmen zurückgreifen. Viele davon nutzen bislang vor allem Facebook, Instagram oder WhatsApp für Werbung und Kundenkontakte. Mit der Enterprise Platform erweitert Meta dieses Geschäft um Modelle, Agenten und Entwicklerdienste.
Muse spielt dabei die Hauptrolle. Der im September vorgestellte persönliche KI-Agent erledigt Aufgaben über verschiedene Apps und Webseiten hinweg. Für Firmen soll die Technik nun als Grundlage eigener Dienste dienen. Sicherheit und Datenschutz will Meta nach dem gleichen Prinzip wie bei Muse von Anfang an in die Produkte integrieren.
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Neuer Manager berichtet direkt an Zuckerberg
Die Leitung übernimmt Chirantan »CJ« Desai als Chief Enterprise Platform Officer. Er berichtet direkt an Zuckerberg und kommt von MongoDB, wo er zuletzt Präsident und CEO war.
Zuvor verantwortete Desai Produktentwicklung und Technik bei Cloudflare. Fast acht Jahre arbeitete er außerdem bei ServiceNow, unter anderem als Präsident und COO. Seine Erfahrung mit Unternehmenssoftware, Infrastruktur, KI und Sicherheit passt zu Metas Versuch, neben Werbung und Verbraucherprodukten einen weiteren großen Geschäftsbereich aufzubauen.
