Google will Gemini zu einem persönlichen Agenten ausbauen, der rund um die Uhr läuft und Aufgaben über die Suche, Gmail und weitere Dienste hinweg fortsetzt. CEO Sundar Pichai nennt Gemini 4 Argon im Interview als technische Grundlage für diese Strategie. Das Modell sorgt zugleich für so viel Nachfrage, dass Google an seine Kapazitätsgrenzen stößt.
Argon arbeitet sich durch Millionen Zeilen Code
In den ersten 72 Stunden nach dem breiteren Start verarbeitete Gemini 4 Argon fast 25 Billionen Tokens. Das ist dreimal so viel wie Gemini 3. Google arbeitet deshalb an effizienteren Varianten für mehr Nutzer.
Intern setzt das Unternehmen Argon auf Codebasen mit Millionen Zeilen an. Pichai beschreibt eine Aufgabe in Chromium, die mehrere Ebenen des Browsers berührt. Das Modell kann ein solches Problem selbstständig verfolgen und bis zur fertigen Lösung bearbeiten.
Der Google-Chef spricht von einem deutlichen Produktivitätssprung. Für 2027 erwartet er bei der Arbeit mit KI-Agenten ein besonders produktives Jahr. Die Modelle helfen außerdem bei ihrer eigenen Weiterentwicklung, indem sie Trainingsansätze vorschlagen und neue Checkpoints auswerten.
Anzeige
Eine Agentenschicht verbindet Googles Dienste
Gemini soll sich in den kommenden Monaten von der Trennung zwischen Chat und Aufgabe lösen. In einem Eingabefeld erkennt es, ob eine Antwort genügt oder eine Aufgabe geplant, dauerhaft ausgeführt und später fortgesetzt werden muss.
Für Unternehmen und Verbraucher nutzt Google dasselbe Modell und dieselbe Laufzeitumgebung. Bei Geschäftskunden läuft jede Aufgabe in einer eigenen virtuellen Umgebung unter Überwachung. Diese Architektur soll auch für Verbraucher kommen.
Statt Gemini und die Google Suche vollständig zu verschmelzen, plant Pichai eine gemeinsame Agentenschicht. Die Agenten laufen in der Cloud, behalten den persönlichen Kontext und setzen Aufgaben in einem anderen Google-Dienst fort. So wird der Chatbot zum Begleiter über einzelne Fenster hinaus.
