Ein OpenAI Microsoft Logo

OpenAI kauft für 250 Milliarden bei Microsoft

Ein überarbeitetes Abkommen regelt die gemeinsame KI-Entwicklung völlig neu. Gigantische Summen fließen in die Cloud-Infrastruktur.

Andreas Becker Nano Banana
Ein OpenAI Microsoft Logo

Microsoft und OpenAI ordnen ihre historische Partnerschaft grundlegend neu. Durch einen aktualisierten Vertrag hält der Investor nun 27 Prozent an der umstrukturierten Public Benefit Corporation, was einem Wert von 135 Milliarden US-Dollar entspricht.

Microsofts neue Rechte und Grenzen

Der Windows-Konzern darf künftig völlig unabhängig an einer generellen künstlichen Intelligenz (AGI) forschen. Auch Partnerschaften mit dritten Unternehmen sind dafür nun offiziell gestattet. Nutzt der Konzern vorab geistiges Eigentum des bisherigen Partners, greifen allerdings strikte Obergrenzen für die Rechenleistung.

Gleichzeitig verlängern sich die allgemeinen IP-Rechte des Investors bis in das Jahr 2032. Diese Lizenzen decken unter Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien explizit auch KI-Modelle ab, die nach dem Erreichen einer AGI entstehen.

Ein bisheriges Privileg fällt jedoch weg. Der Konzern besitzt kein automatisches Vorkaufsrecht mehr, um als exklusiver Rechenzentrums-Provider für die KI-Firma aufzutreten.

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OpenAIs gewonnene Freiheiten

Im Gegenzug erhält das KI-Unternehmen deutlich mehr Handlungsspielraum. Entwickler dürfen ab sofort Open-Weight-Modelle veröffentlichen, sofern diese definierte Fähigkeiten-Kriterien erfüllen. Ausgenommen von den geteilten IP-Rechten ist künftig zudem jegliche Consumer-Hardware der Schöpfer.

Zusätzlich erlaubt das Regelwerk die gemeinsame Produktentwicklung mit Drittanbietern. Während reine API-Dienste fest an Azure gebunden bleiben, dürfen andere Software-Lösungen ab jetzt bei beliebigen Cloud-Anbietern laufen. Auch US-Behörden im Bereich der nationalen Sicherheit erhalten plattformunabhängigen API-Zugriff.

Finanziell bindet sich das Unternehmen im Gegenzug enorm. Vertraglich sichert die Firma den Kauf von weiteren Azure-Diensten für 250 Milliarden US-Dollar zu.

Strenge Vorgaben für die AGI

Bisher galt das Erreichen der AGI-Schwelle als harter Schnitt für bestehende Verträge. Künftig reicht die einfache Deklaration durch den Entwickler dafür nicht mehr aus. Ein unabhängiges Expertenpanel muss diesen Status stattdessen zwingend verifizieren.

Die bisherige Umsatzbeteiligung läuft bis zu dieser offiziellen Bestätigung weiter. Zahlungen strecken sich künftig jedoch über einen wesentlich längeren Zeitraum. Mit dieser strikten Trennung der Befugnisse justieren beide Akteure ihre strategische Ausrichtung für die Zukunft präzise neu.

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