OpenAI und Broadcom stellen eigenen KI Chip vor
Der neue Jalapeño Prozessor wurde in Rekordzeit entwickelt. Er soll große Sprachmodelle deutlich effizienter machen.

OpenAI hat in Zusammenarbeit mit Broadcom einen eigenen Prozessor für die Ausführung großer Sprachmodelle präsentiert. Der Inferenz-Chip »Jalapeño« soll etablierte Hardware bei der Energieeffizienz deutlich übertreffen. OpenAI will damit die Bereitstellung seiner Dienste günstiger und schneller machen.
Entwicklung in neun Monaten
Vom ersten Entwurf bis zum fertigen Chipdesign vergingen lediglich neun Monate. Um diese Zeitspanne zu verkürzen, halfen bestehende OpenAI-Modelle beim Entwurf der neuen Schaltkreise.
Die ersten Prototypen des Chips laufen im Labor bereits mit der geplanten Taktrate. Dort berechnen sie aktuell Testläufe mit kommenden Modellgenerationen wie GPT-5.3-Codex-Spark.
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Netzwerk und Datendurchsatz
Die Architektur verringert die nötigen Datenverschiebungen direkt auf dem Chip und stimmt Rechenleistung, Speicher und Netzwerkkomponenten aufeinander ab. Broadcom liefert hierfür seine Tomahawk-Netzwerkbausteine. Den Einbau der Prozessoren in Server-Platinen und Racks übernimmt der Hardware-Fertiger Celestica.
Ziel ist es, Aufgaben mit geringer Verzögerung und gleichzeitig hohem Durchsatz zu verarbeiten. OpenAI-Hardwarechef Richard Ho erklärte, das Chip-Design sei exakt auf jene Rechenoperationen und Speicherzugriffe zugeschnitten, die für große Sprachmodelle relevant sind.
Ausbau der Rechenzentren ab 2026
Der Prozessor bildet die Basis einer eigenen Server-Infrastruktur. Ende 2026 soll die Hardware in Kooperation mit Partnern wie Microsoft in großem Maßstab ans Netz gehen. Die geplanten Rechenzentren sind auf einen Energiebedarf im Gigawatt-Bereich ausgelegt.
Durch die eigenen Chips senkt OpenAI die Betriebskosten der Modelle und macht sich unabhängiger von externen Lieferanten. Ein detaillierter Bericht zu den genauen Leistungswerten folgt in den kommenden Monaten.