Nvidias neuer Vera-Prozessor arbeitet bei Aufgaben von KI-Agenten 35-mal effizienter als bisherige Hardware. SpaceXAI nutzt die Architektur nun für seine Gigawatt-Rechenzentren – und plant gemeinsam mit Nvidia modifizierte Versionen für den Einsatz im Weltraum.
35-mal günstiger bei extremem Token-Verbrauch
Smarte KI-Agenten generieren extrem viele Tokens, da sie Zwischenschritte ausführen und Ergebnisse ständig neu mitverarbeiten müssen. Laut OpenRouter benötigen solche Aufgabenfolgen im Schnitt fünfzehnmal so viele Tokens wie einfache Chat-Befehle.
Nvidia hat den Vera-Prozessor auf dieses Problem abgestimmt. Der Chip verlagert klassische CPU-Aufgaben wie die Datenverarbeitung oder die Code-Ausführung von den Grafikprozessoren weg. Diese können dadurch dauerhaft ausgelastet bleiben, ohne auf Daten warten zu müssen.
Vera arbeitet mit 88 Olympus-Kernen und erreicht eine Speicherbandbreite von 1,2 Terabyte pro Sekunde. Laut Hersteller laufen Agenten-Workloads damit knapp doppelt so schnell wie auf gängigen x86-Systemen.
Im Vergleich zum Vorgänger GB300 liefert der Chip laut Hersteller den 30-fachen Durchsatz pro Megawatt. Der Preis pro Million Tokens fällt um den Faktor 35. Erreicht wird das unter anderem, indem der Prozessor klassische CPU-Aufgaben wie die Code-Ausführung übernimmt und die Grafikprozessoren entlastet.
SpaceXAI baut Gigawatt-Infrastruktur
Von dieser Effizienz will nun SpaceXAI profitieren. Das Unternehmen integriert den Prozessor in das sogenannte Vera-Rubin-System, um die Infrastruktur für sein Grok-Modell auszubauen. Da SpaceXAI beim Gesamtenergiebedarf im Gigawatt-Bereich liegt, ist der geringere Stromverbrauch für die Wirtschaftlichkeit ein großer Schritt.
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Rechenzentrum in der Umlaufbahn
Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen beschränkt sich nicht auf terrestrische Anlagen. Ende des kommenden Jahres soll der erste »Starmind«-Satellit starten. Er bringt ein für den Weltraum modifiziertes NVL72-Rack-System in die Umlaufbahn.
Nvidia und SpaceXAI wollen die Server-Racks für Stromversorgung und Wärmeableitung im All anpassen, dabei aber die irdische Software-Umgebung beibehalten. Firmenchef Elon Musk hat den Start für das vierte Quartal anvisiert, ab 2028 sollen die orbitalen Kapazitäten deutlich wachsen.


