Jensen Huang auf einer Bühne

Neue Nvidia KI wehrt Angreifer autonom in Sekunden ab

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Jensen Huang auf einer Bühne

Angreifer automatisieren ihre Cyberattacken zunehmend. Als Gegenmaßnahme haben Nvidia und CrowdStrike das Abwehrsystem SafeMind vorgestellt. Es soll Firmennetzwerke durch autonome KI-Agenten verteidigen, die in Echtzeit Angriffe simulieren und abwehren.

Rotes Team gegen blaues Team

Die Unternehmen setzen auf ein Konzept, bei dem offensive und defensive KI-Systeme ununterbrochen gegeneinander antreten. Ein roter KI-Agent sucht nach Schwachstellen und führt Angriffe aus. Ein blauer Agent schließt diese Lücken und erstellt daraus neue Abwehrregeln. Durch diese Simulationen lernt SafeMind, das Netzwerk besser abzusichern.

Die technische Basis für die Verteidigung bildet Nvidias Sprachmodell Nemotron 3, das CrowdStrike mit eigenen Bedrohungsdaten trainiert hat. Interne Auswertungen zeigen, dass das daraus entstandene Abwehrmodell »Blue Solano« genauer arbeitet als Konkurrenzsysteme und die Kosten um 99 Prozent senkt.

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Exoskelett für das Sprachmodell

»Das eigentliche Problem war, dass die Angreifer über sogenannte Frontier-KI verfügten, die Verteidiger jedoch nicht«, sagte CrowdStrike-Chef George Kurtz auf der Sicherheitskonferenz FalCon in Las Vegas.

Die Statistiken bestätigen das: KI-gestützte Angriffe stiegen im vergangenen Jahr um 89 Prozent. Die Zeitspanne für den Zugriff auf weitere Systeme ist nach dem ersten Eindringen auf 27 Sekunden gesunken. Eine menschliche Reaktion ist bei diesem Tempo kaum noch möglich.

SafeMind arbeitet deshalb nicht als Chatbot, der IT-Administratoren berät, sondern agiert autonom. Nvidia-CEO Jensen Huang verglich das Sprachmodell mit einem Gehirn und die Cybersicherheits-Komponenten von CrowdStrike mit einem Exoskelett. »Das Exoskelett macht es zu einem Agenten«, erklärte Huang.

Zusätzlich integriert CrowdStrike die Technologie in seine neue Software Falcon IQ, die zeitintensive Sicherheitsaufgaben mit mehr als 50 zusammenarbeitenden Agenten automatisiert.

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Training im digitalen Zwilling

Erprobt haben die Unternehmen das Zusammenspiel in einer Simulation. CrowdStrike baute dafür einen digitalen Zwilling der Nvidia-Infrastruktur nach und validierte das System anhand der realen Bedrohungslage des Chip-Entwicklers.

Da Nemotron ein offenes Modell ist, können Sicherheitsteams die KI für ihre eigene IT-Umgebung anpassen. Sie müssen dafür keine sensiblen Bedrohungsdaten an externe Anbieter übermitteln.

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