NotebookLM verwandelt Dokumente in animierte Videos
Die KI analysiert lange Texte gründlich und erstellt daraus vollautomatisch ein zusammenhängendes Video.

Google integriert eine neue Funktion in seinen KI-Dienst NotebookLM. Anwender wandeln ihre hochgeladenen Dokumente ab sofort automatisch in filmische Video-Zusammenfassungen um. Das erweitert die bisherigen Audio-Podcasts um eine visuelle Ebene.
Vom Text zum bewegten Bild
Bislang generierte NotebookLM aus Texten und Notizen vor allem Audio-Diskussionen. Nun ergänzt Google das System um sogenannte "Cinematic Video Overviews". Die künstliche Intelligenz analysiert die bereitgestellten Quellen tiefgehend und erzeugt daraus ein zusammenhängendes Video.
Die Software identifiziert Kernbegriffe und wählt selbstständig passende visuelle Darstellungen. So entstehen kurze Filmsequenzen, die den Inhalt komplexer Dokumente anschaulich zusammenfassen. Anwender steuern diesen Generierungsprozess über einfache Textbefehle. Ein kurzer Prompt reicht aus, um den Fokus des Videos auf bestimmte Aspekte der Dokumente zu lenken. Die KI übernimmt anschließend den gesamten Schnitt.
Sie kümmert sich um die Bildabfolge, berechnet die Übergänge und fügt eine passende Vertonung hinzu. Das resultierende Video bereitet die wichtigsten Erkenntnisse aus langen Studien, Finanzberichten oder wissenschaftlichen Arbeiten visuell auf. Dadurch sparen Nutzer viel Zeit bei der Auswertung großer Textmengen.
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Technische Anforderungen und Verfügbarkeit
Die neue Videofunktion integriert sich direkt in die bestehende Studio-Umgebung von NotebookLM. Für die aufwendige Berechnung der Videos greift Google auf seine fortschrittlichsten Bild- und Textmodelle zurück. Diese hohe Rechenleistung erfordert ein entsprechendes Abonnement. Daher steht das Feature vorerst ausschließlich zahlenden Kunden von Google-AI-Ultra zur Verfügung.
Zum Start gibt es klare Einschränkungen bei der Nutzung. Die Video-Generierung versteht und verarbeitet momentan nur englischsprachige Eingaben. Auch die generierten Audio-Kommentare innerhalb der Videos erfolgen auf Englisch. Google schränkt den Zugang zusätzlich ein und gibt die Funktion nur für Anwender ab 18 Jahren frei. Ein genauer Termin für die Unterstützung weiterer Sprachen fehlt bislang.