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Neura Robotics baut riesiges KI Trainingszentrum in Aachen

Das deutsche Startup investiert Millionen in echte Trainingshallen. Roboter lernen dort für die physische Welt.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
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Das deutsche Unternehmen Neura Robotics und die RWTH Aachen bauen ein neues Trainingszentrum für physische KI. Die Anlage soll das größte Problem aktueller Roboter lösen: den Mangel an echten Trainingsdaten aus der physischen Welt.

Echte Tests statt reiner Simulation

Bislang lernen KI-Modelle vor allem digital. Während Sprachmodelle mit Milliarden von Texten trainieren, fehlt Robotern diese Datengrundlage. Reine Computersimulationen bilden Faktoren wie Reibung oder unvorhersehbare Ereignisse im Raum nicht exakt ab.

Das Start-up aus Metzingen baut dafür spezielle Hallen. In diesen »Neura Gyms« trainieren die Maschinen unter realen Bedingungen. Die daraus gewonnenen Daten fließen direkt in die cloudbasierte Plattform Neuraverse.

Neura finanziert den weltweiten Aufbau aus seiner aktuellen Series-C-Runde. Mit bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar ist es die bisher höchste Summe für einen Komplettanbieter in der Robotik. Neura entwickelt derzeit zehn solcher Trainingszentren. Fünf Standorte in Europa, den USA und China sollen bis Ende 2026 in Betrieb gehen.

Deutschland bildet dabei den Schwerpunkt. Neben der neuen Anlage auf dem Hightech Campus Melaten in Aachen eröffnet im vierten Quartal 2026 das TUM RoboGym am Münchner Flughafen. Für Letzteres kooperiert Neura mit der Technischen Universität München und investiert 17 Millionen Euro.

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Unternehmen trainieren für die Produktion

Die Anlage in Aachen umfasst rund 3000 Quadratmeter und bindet etwa 20 Institute der RWTH ein. Zwei Lehrstühle prägen die Forschung vor Ort: Prof. Dr. Volkmar Schulz konzentriert sich auf die kognitiven Grundlagen zukünftiger Roboter, während Prof. Dr. Burkhard Corves an der sicheren Interaktion zwischen Mensch und Roboter arbeitet.

Industrieunternehmen können die Zentren nutzen, um Roboter für ihre eigenen Anwendungen zu trainieren. Sie überprüfen die Maschinen für ihre speziellen Abläufe in der Fertigung oder Medizintechnik, bevor sie sie im eigenen Werk einsetzen. Die Partner bringen ihr spezifisches Fachwissen ein und behalten die volle Kontrolle über ihre Daten.

Neura-CEO David Reger sagt dazu: »Der größte Flaschenhals bei physischer KI ist nicht mehr die Intelligenz, es ist die Erfahrung.« Die Roboter sollen genau diese fehlende Praxis für den industriellen Einsatz nun in den Gyms sammeln.

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