Microsoft startet die Vorbestellungen für das Surface Laptop Ultra mit Nvidias RTX-Spark-Plattform. In der größten Ausstattung führt das Notebook KI-Modelle mit mehr als 120 Milliarden Parametern lokal aus, ohne Rechenleistung aus der Cloud zu mieten oder Daten dorthin zu übertragen.
128 GB für lokale KI
RTX Spark verbindet eine Blackwell-RTX-GPU mit bis zu 6.144 Kernen und eine Grace-CPU mit bis zu 20 Kernen. Beide greifen über eine Speicherbandbreite von 600 GB/s auf bis zu 128 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher zu. Dadurch hängt die mögliche Größe eines KI-Modells nicht an einem deutlich kleineren separaten Grafikspeicher.
Die Plattform erreicht bis zu ein Petaflop FP4-Rechenleistung. Entwickler können damit große Sprachmodelle lokal ausführen, ihre Ausgaben bewerten und KI-Agenten erproben. Die vollständige CUDA-Plattform erleichtert es, bestehende Modelle und Abläufe zwischen dem Notebook, kompakten RTX-Spark-Rechnern und größeren Nvidia-Systemen zu verschieben.
Auch GitHub Copilot kann lokale Modelle auf dem Surface Laptop Ultra verwenden. Damit lassen sich Code prüfen, Builds analysieren und Korrekturen vorschlagen, während Quellcode und Projektdaten auf dem eigenen Gerät bleiben. Mehrere Entwicklungsprogramme und KI-Prozesse können parallel laufen.
Anzeige
Der große KI-Speicher kostet
Die Möglichkeiten stehen und fallen mit der gewählten Ausstattung. Für 2.899 Euro enthält das Basismodell nur 24 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher, eine 512-GB-SSD und den kleineren RTX Spark N1X. Die Variante mit 128 GB RAM, dem größeren Chip und einer 1-TB-SSD kostet 6.879 Euro. Die Auslieferung beginnt am 16. Oktober.
Die Surface RTX Spark Dev Box bringt dieselbe Plattform als kompakten Rechner für lokale Berechnungen und Experimente auf den Schreibtisch. Sie enthält 128 GB RAM und eine 2-TB-SSD. Visual Studio Code, Git, GitHub Copilot, WSL, Python und Node sind vorinstalliert. Microsoft verlangt 5.999 US-Dollar und liefert die Dev Box ab dem 24. November zunächst nur in den USA aus.
