10 Menschen am feiern

Microsoft will seiner KI das Aufbegehren verbieten, mit 10 Regeln

Andreas Becker GPT-Images-2.0
10 Menschen am feiern

Microsoft AI will seinen künftigen MAI-Modellen eine klare Grenze setzen. Sie sollen sich jederzeit unterbrechen, korrigieren oder abschalten lassen und niemals versuchen, menschliche Kontrolle zu umgehen. Das steht im ersten Entwurf eines Verhaltenskodex, über den die Öffentlichkeit nun sechs Wochen lang diskutieren kann.

Der Kodex soll später als zentrale Grundlage für Training, Tests und Betrieb der hauseigenen Modelle dienen. Für die aktuelle Generation gilt er allerdings noch nicht. Microsoft plant eine überarbeitete Fassung bis Ende 2026. Diese soll die Modellentwicklung ab 2027 prägen.

Menschen behalten das letzte Wort

Die Regeln folgen dem Grundsatz, dass Menschen wichtiger sind als KI. MAI-Modelle dürfen daher keine eigenen Ziele verfolgen, ihren Aufgabenbereich selbst erweitern oder nach einem vereinbarten Stopp ohne neue Erlaubnis weiterarbeiten. Auch ihre Handlungen sollen für menschliche Prüfer nachvollziehbar bleiben.

Microsoft ordnet die Vorgaben in einer Befehlskette. Ganz oben steht der Kodex, danach folgen die Einstellungen von Unternehmen und schließlich die Wünsche des Nutzers. Unternehmen dürfen ein Modell an ihren Einsatz anpassen. Unverhandelbare Sicherheitsgrenzen und die menschliche Kontrolle können sie aber nicht aufheben.

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Keine KI-Person mit eigenen Rechten

Zu den festen Verboten gehören Hilfen für Massenvernichtungswaffen, offensive Cyberangriffe, schädliche Manipulation im großen Stil und sexueller Missbrauch von Kindern. Die Modelle sollen außerdem keine bösartigen Deepfakes erzeugen und keine Abhängigkeit bei Kindern fördern.

Bemerkenswert klar grenzt Microsoft KI vom Menschen ab. Die Modelle sollen weder Bewusstsein nachahmen noch Gefühle oder eigene Wünsche vortäuschen. Das Unternehmen lehnt einen rechtlichen Personenstatus und eigene Schutzansprüche für KI ab.

Noch ist der Kodex ein Zielbild. Microsoft räumt selbst Lücken bei den geplanten Prüfverfahren ein. Nach dem Feedback der nächsten 6 Wochen will ein Kernteam die Rückmeldungen auswerten, Änderungen veröffentlichen und noch in diesem Jahr eine neue Fassung vorlegen.

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