Zuckerberg mit Meta Brille

Meta plant heimliche Dauerüberwachung per KI-Brille

Ein neuer Prototyp zeichnet den gesamten Alltag der Träger auf. Die wichtige Warn-LED bleibt dabei einfach aus.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Zuckerberg mit Meta Brille

Meta erprobt intern einen Brillen-Prototyp mit kontinuierlicher Audio- und Videoaufzeichnung. Im »Super Sensing«-Modus bleibt die Warn-LED für Umstehende deaktiviert, während die Kameras alle paar Sekunden ein Foto schießen. Nutzer können Meta AI anschließend nach erlebten Situationen befragen.

Interne Debatten über Datenschutz

Die Details stammen aus einem Bericht der Financial Times. Demnach streiten Entwickler intern über die Risiken des Prototyps. Meta erwägt, die gesammelten Ego-Perspektiv-Daten direkt zum Training von Meta AI zu nutzen.

Dieser Ansatz steht im Kontrast zu den aktuellen Sicherheitsmaßnahmen. Meta veröffentlichte am Mittwoch ein Update für seine verfügbaren Brillen. Diese deaktivieren nun die Kamera, sobald Nutzer die Warn-LED abkleben oder anderweitig manipulieren.

Der Konzern reagiert damit auf Berichte über Käufer, die Personen heimlich und ohne deren Zustimmung filmen.

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Datenhunger für Meta AI

Die Entwicklung zur Daueraufzeichnung hat eine Vorgeschichte. Auf der Entwicklerkonferenz Connect 2025 präsentierte Meta das Konzept »Live AI«. Die Brille baut dabei über den Tag einen Kontext auf, berücksichtigt frühere Informationen und unterstützt den Träger bei Aufgaben.

Die Datensammlung im Alltag übernimmt bereits seit Jahren das Forschungsprogramm »Project Aria«.

Der wachsende Bedarf an Trainingsdaten für Meta AI führt regelmäßig zu rechtlichen Konflikten. Kürzlich kündigte Meta den Vertrag mit einem externen Dienstleister. Kenianische Mitarbeiter hatten geklagt, weil sie beim manuellen Training von Meta AI intime Videoaufnahmen aus Nutzerbrillen sichten mussten.

Gegenüber der Financial Times wollte Meta den Prototyp nicht kommentieren. Ein Sprecher verwies lediglich auf die bestehende, datenschutzfreundliche Technik der aktuellen Modelle.

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