Jeff Bezos vor Amazon Prime Video

Warum Jeff Bezos bei Prime Video jetzt selbst eingreift

Eine interne Präsentation fiel beim Amazon-Gründer durch. Nun übernimmt er die Neugestaltung der Plattform höchstpersönlich.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Jeff Bezos vor Amazon Prime Video

Jeff Bezos mischt sich wieder in das operative Geschäft ein, um Prime Video grundlegend umzugestalten. Unter dem Namen »Project Lighthouse« soll künstliche Intelligenz künftig die Navigation und Inhalte für über 200 Millionen Nutzer steuern.

Bezos zurück

Für gewöhnlich hält sich Bezos aus dem Tagesgeschäft heraus. Seit 2021 hat er die operativen Entscheidungen anderen überlassen. Doch eine interne Präsentation im Herbst 2025 änderte das. Prime-Video-Chef Mike Hopkins stellte dort seine Pläne vor – und fiel bei Bezos durch. Ihm fehlte der Fokus auf künstliche Intelligenz und Personalisierung.

Nun treibt Bezos das Projekt selbst voran. Amazon steht im KI-Sektor unter Druck und investiert im Jahr 2026 rund 200 Milliarden US-Dollar, um den Anschluss an die Konkurrenz nicht zu verlieren. Bisherige Versuche, KI sinnvoll in Prime Video zu integrieren, scheiterten bislang.

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Die Suche lernt mit

Mit Project Lighthouse soll Prime Video das Sehverhalten der Zuschauer genau analysieren und exaktere Empfehlungen ausspielen. Die klassische Suchfunktion bleibt erhalten, wird aber um dynamische Kacheln ergänzt. Statt starrer Genres sortiert die KI die Inhalte in detailliertere Kategorien wie »Actionfilme aus den 80ern« oder »Weihnachtsromanzen«.

Parallel verknüpft Amazon seine Sprachassistentin Alexa tiefer mit Prime Video. Nutzer sollen Serien und Filme künftig besser über komplexe, gesprochene Anfragen finden können. Dafür baut der Konzern die Startseite komplett um.

Eine kleine Nutzergruppe testet das neue Design bereits. Wie die finale Version aussieht, hängt von den Reaktionen ab – und von den Finanzen. Bislang zahlen externe Filmstudios hohe Summen, um auf der Startseite von Amazon Prime prominent platziert zu werden. Eine strikte Personalisierung schneidet die Oberfläche jedoch genau auf den einzelnen Nutzer zu. Das könnte diese lukrativen Werbeplätze für die Studios deutlich einschränken.

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