Figure rüstet bei der Recheninfrastruktur für humanoide Roboter auf. Eine Partnerschaft mit dem Cloud-Anbieter Nscale umfasst zunächst Rechenleistung im Wert von 3,5 Milliarden Dollar und soll später auf über sechs Milliarden Dollar anwachsen.
Ausbau in Texas ab Ende 2027
Die neue Recheninfrastruktur entsteht im texanischen Barstow. Nscale plant, die ersten Server auf Basis von Nvidias kommender Vera-Rubin-Architektur in der zweiten Jahreshälfte 2027 in Betrieb zu nehmen.
Nscale beteiligt sich im Zuge des Deals auch finanziell an Figure. Zudem wollen beide Seiten testen, ob humanoide Roboter künftig in Nscales eigener Logistik eingesetzt werden können.
Rechenhunger für das Modell Helix
Figure benötigt die Rechenkapazitäten für das eigene KI-Modell Helix. Es steuert die Bewegungen und Entscheidungen der zweibeinigen Maschinen bei physischen Aufgaben im Alltag.
Erst vor einer Woche stellte Figure den Trainingsdatensatz Index vor. Die Sammlung wächst pro Sekunde um 35 Minuten an neuem Bewegungsmaterial, stößt beim Training künftiger Modellgenerationen jedoch an Rechengrenzen.
Firmengründer Brett Adcock begründet den Schritt mit den Anforderungen des Modells: »Unser KI-Modell Helix gewinnt Fähigkeiten genau wie jedes andere lernende System: durch mehr Daten und mehr Rechenleistung.«
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Nvidias Hardware-Kreislauf für Roboter
Nvidia bindet das Vorhaben eng an das eigene Ökosystem an. Neben den Prozessoren liefert der Chiphersteller mit Isaac Sim die Simulationsumgebung, in der Figure neue Verhaltensweisen virtuell erprobt, bevor sie auf den Robotern laufen.
Nvidia-Chef Jensen Huang sieht darin einen geschlossenen Ablauf für physische KI. Die Modelle lernen in Nscales Cloud, durchlaufen die Nvidia-Simulation und arbeiten schließlich auf Nvidia-Chips in den Robotern.
Läuft der Ausbau nach Plan, trainiert Helix ab Ende 2027 auf den Rubin-Systemen in Barstow. Ziel von Figure bleibt es laut Adcock, zweibeinige Roboter langfristig in Privathaushalte zu bringen.
