Donald Trump hat die Debatte über KI-Sicherheit für beendet erklärt. Sorgen darüber, dass KI außer Kontrolle geraten und die Menschheit gefährden könnte, seien ein »Hoax«. Neue Schutzregeln brauche die Branche deshalb nicht. Der US-Präsident hält einen »starken und klugen« Präsidenten für ausreichend und bescheinigt den USA, genau diesen bereits zu besitzen.
Praktischerweise lassen sich damit technische Risiken, wirtschaftliche Interessen und politische Kontrolle in einer einzigen Person bündeln. Trump warf Kritikern eine »kranke Verschwörung« gegen KI und Rechenzentren vor. Nutznießer sei China, denn für ihn gilt: »Wer das KI-Rennen gewinnt, gewinnt alles«.
Quelle: truthsocial
Von der Warnung zum Verrat
Seine Angriffe richten sich besonders gegen Anthropic-Chef Dario Amodei. Der hatte gefordert, die Entwicklung besonders fähiger KI-Modelle zu verlangsamen. Unabhängige Prüfer sollen dauerhaft Zugang zu den Unternehmen erhalten und kontrollieren, ob Sicherheitszusagen eingehalten werden.
Trump antwortete nicht mit einem eigenen Sicherheitskonzept. Stattdessen erklärte er, seine Regierung habe bereits verhindert, dass KI-Unternehmen »schlechte Dinge« tun. Amodei nannte er einen angeblich »perfekten kleinen Engel«. Kritiker, Whistleblower und vermeintliche Verräter warnte er in Großbuchstaben.
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Jensen Huang verspricht volles Tempo
Kurz darauf landete Trumps Botschaft direkt bei Nvidia-Chef Jensen Huang. Während Huang beim All-In Summit in Los Angeles auf der Bühne saß, rief Trump an. Das Gespräch lief über den Lautsprecher vor Tausenden Besuchern.
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MUST SEE: Amazing moment as President Trump calls Nvidia CEO Jensen Huang while he's on stage at the All-In Summit.@POTUS on AI Doomerism: “I'm telling you, it's all a hoax… and we're not going to let that happen.” pic.twitter.com/ZP8cCaSMqG
— The All-In Podcast (@theallinpod) September 14, 2026
Trump wiederholte, die Angst vor KI sei ein Schwindel. Eine Verlangsamung würde nach seiner Darstellung vor allem China helfen. Huang widersprach nicht. »Wir werden das nicht zulassen, Sir«, sagte er zum Präsidenten, worauf das Publikum applaudierte.
Die Einigkeit kommt nicht überraschend. Nvidia verdient an den Chips und Rechenzentren, die das hohe Entwicklungstempo überhaupt ermöglichen. Trump wiederum betrachtet KI vor allem als geopolitischen Wettbewerb. Wenn Sicherheitsbedenken zum Hoax erklärt werden, bleibt nur eine angenehm einfache Strategie: schneller bauen, mehr Chips kaufen und darauf vertrauen, dass der Mann am Telefon alles im Griff hat.

