Anthropic Claude: Autonome Computersteuerung als Backup-Funktion
Fehlen direkte Schnittstellen, übernimmt die künstliche Intelligenz die Maus. Anwender nutzen die Funktion ohne jegliche Konfiguration.

Anthropic verleiht seinem Assistenten direkte Kontrolle über den Computer. In Claude Cowork und Claude Code navigiert die künstliche Intelligenz nun selbstständig über den Bildschirm, klickt auf Elemente und nutzt Programme ohne vorherige Einrichtung.
Direkte Navigation statt starrer Schnittstellen
Zunächst versucht das System, gestellte Aufgaben über direkte Schnittstellen zu anderen Diensten zu lösen. Diese sogenannten Connectors bilden die primäre Basis für die Kommunikation.
Fehlen solche direkten Anbindungen oder stößt der Assistent auf ein Hindernis, übernimmt er die manuelle Steuerung des Rechners. Die künstliche Intelligenz bedient dann eigenständig Maus und Tastatur, liest Informationen vom Monitor ab und navigiert gezielt durch den Webbrowser.
Zusätzlich führt das System komplexe Entwickler-Anwendungen völlig ohne vorherige Konfiguration aus. Eingebaute Sicherheitsmechanismen überwachen diese direkten Eingaben kontinuierlich und verhindern unerwünschte Aktionen auf dem Desktop.
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Fernsteuerung über das Smartphone
Diese neuen Fähigkeiten am Desktop verknüpft Anthropic direkt mit der letzte Woche vorgestellten Funktion Dispatch.
Dadurch steuern Anwender die Arbeitsumgebungen Claude Cowork und Claude Code bequem über weitere Endgeräte fern. Das Smartphone fungiert dabei als mobile Kommandozentrale für den Computer.
Nutzer delegieren Aufgaben so ganz einfach von unterwegs. Der Assistent ruft beispielsweise neue E-Mails ab und präsentiert das Ergebnis auf dem Handy, während der heimische Rechner die eigentliche Arbeit im Hintergrund erledigt.
Limitierter Start für Mac-Nutzer
Das Unternehmen stuft diese weitreichende Neuerung aktuell noch als Forschungsvorschau ein, um erste Erfahrungswerte unter realen Bedingungen zu sammeln.
Der Zugang ist vorerst auf Abonnenten von Claude Pro und Claude Max beschränkt. Ebenso ist die Funktion aktuell nur für das Betriebssystem macOS verfügbar.