Anthropic spendiert Claude ein Gedächtnis für Slack
Statt einzelner Nachrichten versteht das Modell endlich ganze Unterhaltungen. So mischt es sich nur ein wenn es hilft.

Anthropic aktualisiert die Slack-Integration von Claude. Das Modell erfasst ab heute den kompletten Gesprächsverlauf eines Kanals, um sich sinnvoller in Unterhaltungen einzubringen. Dadurch erkennt Claude Arbeitsaufträge, auch ohne direkte Markierung.
Kontext statt Einzelprüfung
Bisher bewertete ein Filter jede Slack-Nachricht isoliert. Fehlte die direkte Ansprache per @-Erwähnung, blieb Claude stumm – selbst wenn zwei Kollegen offensichtlich Hilfe bei einem Problem brauchten.
Jetzt zieht Claude den gesamten Chatverlauf, sein Gedächtnis und vorab definierte Anweisungen heran. Er entscheidet auf dieser Basis, ob er sich in eine Konversation einschaltet.
Laut Anthropic liegt Claude bei diesen autonomen Entscheidungen nun rund 30 Prozent häufiger richtig. Claude wählt dabei aus vier Aktionen: Er antwortet direkt im Chat, öffnet für aufwendigere Aufgaben einen Thread, leitet Informationen an einen laufenden Arbeitsprozess weiter oder schweigt.
Quelle: Anthropic
Steuerung durch einfache Anweisungen
Nutzer steuern das Verhalten mit simplen Sätzen. Eine Vorgabe wie »Reagiere hier nur bei direkter Markierung« reicht aus. Jedes Kanalmitglied kann die automatische Reaktionsfunktion zudem komplett per Knopfdruck deaktivieren.
Merkt Claude, dass in einem Kanal lange Zeit kein Beitrag von ihm nötig ist, blendet er die weiteren Nachrichten vorerst aus. Eine erneute Markierung weckt ihn sofort wieder auf.
Bei einer direkten Ansprache antwortet Claude nun innerhalb von Sekunden. Die stumme Startminute, in der Nutzer bisher auf ein Lebenszeichen warteten, entfällt.
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Verfügbarkeit in Bezahl-Tarifen
Das Update steht für Nutzer der Teams- und Enterprise-Tarife bereit. Die erweiterte Kontextanalyse verursacht weder zusätzliche Kosten noch belastet sie die bestehenden Nutzungslimits der Konten.
