Ein schlechtes und ein gutes Adobe Logo

Adobe kauft die Nummer 1 für Upscaling

Mit der Übernahme von Topaz Labs sichert sich Adobe wertvolle Technologie. Davinci und Canva haben das Nachsehen.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein schlechtes und ein gutes Adobe Logo

Adobe übernimmt das KI-Startup Topaz Labs. Der Konzern integriert die Modelle Astra und Wonder zur Bild- und Video-Verbesserung künftig direkt in seine KI-App Firefly.

Lange ersehnte Integration

Topaz Labs entwickelt seit mehr als zwei Jahrzehnten Anwendungen zur visuellen Aufwertung von Medien. Für seine Produktionstechnik gewann das Startup im vergangenen Jahr einen Emmy. Unter Fotografen und Videoproduzenten gilt die Technologie seit Jahren als der beste verfügbare Upscaler am Markt. Eine native Integration in Firefly oder die Adobe Cloud galt entsprechend lange als höchst wünschenswert.

Nun baut Adobe die eigenen Fähigkeiten im Kreativbereich gezielt aus. Das Unternehmen integriert das Videomodell Astra und das Bildmodell Wonder in seine Schnitt- und Fotoprogramme. Die eigenständigen Dienste über die Topaz-Website bleiben laut Anbieter dennoch erhalten.

Schnelle lokale Verarbeitung

Topaz hat Verfahren entwickelt, um rechenintensive Videomodelle auf handelsüblichen Consumer-Grafikkarten auszuführen. Dieses Wissen für On-Device-Berechnungen fließt nun in Adobes Ökosystem.

»Topaz Labs bringt tiefgreifendes Fachwissen bei der Optimierung großer, komplexer KI-Modelle für die direkte Ausführung auf dem Gerät mit«, erklärte Deepa Subramaniam, Vice President of Product Marketing bei Adobe. Kreative können damit reelle Aufnahmen mit KI-Clips mischen, Details schärfen oder altes Archivmaterial aufbereiten. Die lokale Berechnung senkt dabei die Kosten und beschleunigt die Workflows.

Strategie gegen Abwanderung

Adobe steht im Bereich der Bild- und Videobearbeitung unter Druck durch Canva und Davinci Resolve. Mit dem Zukauf bindet der Konzern seine Nutzer fester an die eigene Software, da diese für aufwendiges Video-Enhancement nicht mehr zu anderen Anbietern wechseln müssen. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.

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