Wie ein Einzelperson mit KI ein Milliardenunternehmen aufbaute
Ein Telemedizin-Anbieter skaliert sein Geschäft auf 1,8 Milliarden Dollar. Der Erfolg basiert auf der intelligenten Verknüpfung bekannter KI-Modelle.

Matthew Gallagher steuert sein Telemedizinunternehmen Medvi im Jahr 2026 auf 1,8 Milliarden Dollar Umsatz zu. Wie die New York Times nach Einsicht in die Finanzdaten berichtet, betreibt der Gründer das Geschäft fast ausschließlich mit seinem Bruder und diversen KI-Modellen.
Skalierung durch KI-Modelle
Gallagher startete das Projekt mit einem Startkapital von 20.000 Dollar. Innerhalb von lediglich zwei Monaten stellte er die komplette technische Infrastruktur der Plattform fertig. Er griff dabei auf Modelle wie ChatGPT und Claude zurück, um den Quellcode zu generieren.
Auch abseits der Programmierung übernehmen KI-Systeme zentrale Aufgaben im Unternehmen. Für die Erstellung von Werbematerialien wie Bildern und Videos setzte der Gründer auf Midjourney sowie Runway. Die Sprachgenerierung für den Kundenservice läuft über ElevenLabs.
Zusätzlich werten KI-Modelle interne Daten aus und optimieren fortlaufend die Prozesse. Diese technische Struktur zeigte schnell finanzielle Resultate. Im ersten vollen Geschäftsjahr 2025 verzeichnete das Unternehmen bereits 401 Millionen Dollar Umsatz.
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Medizinische Umsetzung und Partner
Medvi fungiert als Plattform für den Verkauf von GLP-1-Abnehmpräparaten. Da der Gründer selbst keine medizinische Expertise besitzt, lagert das Unternehmen den Kernbereich aus. Externe Dienstleister wie CareValidate und OpenLoop übernehmen die rechtliche Abwicklung.
Diese Partner stellen die notwendigen Ärzte für die Telemedizin-Termine bereit und koordinieren die Apotheken für den Versand der Medikamente. Gallagher konzentriert sich stattdessen vollständig auf das Branding und die Kundenakquise.
Dieses Setup hält die operativen Fixkosten extrem niedrig. Das Unternehmen verzichtet auf den teuren Aufbau einer eigenen Belegschaft und skaliert stattdessen durch die effiziente Kombination aus Automatisierung und externen Partnern. Damit betreibt das Duo ein umsatzstarkes Geschäft nahezu ohne eigenes Personal.