Karpathy mit Anthropic Hintergrund

Anthropic sichert sich OpenAI Mitbegründer Andrej Karpathy

Nach Stationen bei OpenAI und Tesla leitet er nun ein neues Team für das Pre-Training kommender Sprachmodelle bei Anthropic.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Karpathy mit Anthropic Hintergrund

Andrej Karpathy wechselt zu Anthropic und verstärkt dort die Entwicklung kommender KI-Modelle. Der Mitbegründer von OpenAI und ehemalige Tesla-KI-Chef übernimmt eine führende Rolle im Pre-Training. Dieser Schritt stärkt die Wettbewerbsposition von Anthropic erheblich.

Neue Aufgaben in der Forschung

Bei Anthropic konzentriert sich Karpathy auf die essenzielle Phase des Pre-Trainings. In diesem rechenintensiven Prozess erlangen große Sprachmodelle ihr grundlegendes Wissen. Er arbeitet dort im Team von Nick Joseph an der Weiterentwicklung der Claude-Technologie.

Zusätzlich baut er eine neue Arbeitsgruppe auf. Diese erforscht intensiv, wie bestehende KI-Modelle die eigene Grundlagenforschung beschleunigen können. Anthropic setzt damit ein deutliches Zeichen für eine KI-gestützte Entwicklung anstelle von bloßer Skalierung.

Auf der Plattform X teilte er seine Vorfreude auf die neuen Herausforderungen. Der Fokus liegt für ihn nun wieder vollständig auf der angewandten Forschung und Entwicklung neuer Technologien.

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Eine bewegte Karriere

Der Lebenslauf von Karpathy liest sich wie eine Chronik der modernen KI-Entwicklung. Als Mitbegründer gehörte er zum Kernteam von OpenAI.

Im Jahr 2017 verließ er das Unternehmen in Richtung Tesla. Als Leiter der Abteilung für autonomes Fahren prägte er das Autopilot-Programm über fünf Jahre hinweg maßgeblich.

Danach folgte eine einjährige Rückkehr zu OpenAI. Zuletzt gründete er das Startup Eureka Labs mit einem Fokus auf KI in der Bildung. Karpathy möchte die Arbeit daran aber zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen.

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Auswirkungen auf den Wettbewerb

Der Wechsel zu Anthropic gilt in der Branche als harter Schlag für OpenAI. Karpathy verbindet theoretisches Verständnis mit praktischer Erfahrung im Training riesiger Sprachmodelle. Anthropic sichert sich damit einen entscheidenden Wissensvorsprung in der Entwicklung.

Zeitgleich baut das Unternehmen auch die Sicherheit der eigenen Technologie weiter aus. Der erfahrene Cybersicherheitsexperte Chris Rohlf ergänzt das Team. Er leitet das Red Teaming für fortschrittliche Modelle und deckt gezielt Schwachstellen auf.

Beide Personalien unterstreichen die Bestrebungen des Unternehmens im aktuellen Marktumfeld. Anthropic positioniert sich personell für die kommenden Jahre in der KI-Entwicklung. Karpathy selbst fasst diese Aufbruchstimmung treffend zusammen: »Ich glaube, die nächsten Jahre an der Spitze der Entwicklung von großen Sprachmodellen (LLMs) werden besonders prägend sein.«

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