Ein Rockstar

Suno veröffentlich v6 und macht etwas völlig anders

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein Rockstar

Unter dem Druck massiver Urheberrechtsklagen zieht der KI-Musikanbieter Suno Konsequenzen. Das neue Modell v6 nutzt für das Training laut Start-up ausschließlich lizenzierte Inhalte von Partnern wie Warner Music und BMG.

Abkehr von umstrittenen Methoden

Bisherige Suno-Versionen stehen im Zentrum von Klagen großer Plattenfirmen wie Sony und Universal Music. Erst einen Tag vor dem Release räumte das Unternehmen ein, Modelle mit YouTube-Videos trainiert zu haben. Das ändert sich nun. Suno v6 greift laut Hersteller auf keine alten Daten mehr zurück. Stattdessen nutzt der Anbieter Material aus offiziellen Kooperationen, unter anderem mit dem Musikvertrieb Believe.

Mit dem neuen Modell strukturiert Suno auch sein Angebot um: Nutzer haben künftig die Wahl zwischen drei Varianten. Die Standardversion v6 sowie die experimentelle Variante »v6-wild« erfordern ein kostenpflichtiges Abonnement. Für kostenlose Accounts steht die schnellere Version »v6-mini« bereit. Die bisherigen Modelle werden bald vollständig abgeschaltet.

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Mehr Kontrolle bei der Songproduktion

Bislang glich die KI-Musikproduktion oft einem Zufallsgenerator. Die neue Generation bietet Funktionen für gezieltere Eingriffe. So können Anwender nun einen Textabschnitt ändern oder ein einzelnes Wort austauschen, ohne den kompletten Song neu berechnen zu müssen.

Die Modelle verarbeiten nun auch Bilder und Videos als Vorlage für neue Stücke. Spuren wie Gesang oder Gitarre lassen sich aus Audio-Samples isolieren, um daraus neue Beats zu bauen. Eine Mashup-Funktion kombiniert Elemente aus verschiedenen Quellen anhand einer Textvorgabe.

Bezahlprogramm für Künstler

Produktchef Jack Brody plant parallel neue Einnahmequellen für Rechteinhaber. Künstler sollen sich aktiv für ein Programm anmelden können. Stimmen sie zu, dürfen Abonnenten deren Songs für Remixe verwenden. Die Urheber werden im Gegenzug an den Einnahmen beteiligt.

Trotz des Strategiewechsels und der jüngsten Kooperationen laufen die Gerichtsverfahren von Sony, Universal Music sowie einzelnen Musikern wie Jason Isbell weiter.

Am Ende bleibt dann nur die Frage, ob Suno V6 weiterhin auf dem Niveau von Suno V5.5 sein wird.

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