Ein AI Jobmotor

Sam Altman überrascht mit neuer Job-Prognose

Der OpenAI-Chef sieht KI plötzlich als Jobmotor. Früher warnte er vehement vor dem Verlust ganzer Berufsgruppen.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein AI Jobmotor

OpenAI-Chef Sam Altman sieht in der Entwicklung künstlicher Intelligenz entgegen seinen eigenen Erwartungen einen Jobmotor. Die Technologie habe auf dem Arbeitsmarkt bisher unter dem Strich mehr Stellen geschaffen als vernichtet.

Überraschende Kehrtwende des OpenAI-Chefs

Mit dieser Einschätzung korrigiert Altman seine Prognosen der vergangenen Jahre. Noch im Jahr 2023 erklärte er im Magazin The Atlantic, dass Arbeitsplätze durch die fortschreitende Technologie »definitiv verschwinden« werden. Im Jahr 2025 prognostizierte er den absehbaren Verlust ganzer Berufsgruppen.

Er verknüpfte diese Warnungen damals zwar mit der Hoffnung auf neue, bessere Beschäftigungsfelder, der kurzfristige Ausblick blieb aber pessimistisch. Auf der Plattform X räumte er nun ein, dass er beim aktuellen Leistungsniveau der KI-Modelle bereits stärkere Verwerfungen erwartet hätte. Die jetzige Entwicklung verläuft anders als von ihm gedacht.

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Beruhigung ohne Datenbasis

Die Behauptung wirft Fragen auf, da Altman in seinem Beitrag keine Studien oder statistischen Quellen anführt. Seine Kurznachricht bleibt den Beleg für die These der netto jobschaffenden Technologie schuldig.

In der Branche steht deshalb die Hypothese im Raum, dass OpenAI mit dieser Kommunikation auf die wachsende Angst vor Arbeitsplatzverlusten reagiert. Indem der Chef des Unternehmens die Technologie als Jobmotor darstellt, kann er Vorbehalten in der Bevölkerung und der Politik entgegenwirken.

Ein reines Ablenkungsmanöver lässt sich aus den vorliegenden Berichten nicht belegen, doch der PR-Anreiz für eine solche Entwarnung liegt auf der Hand. Das Unternehmen steht unter genauer Beobachtung von Regulierungsbehörden weltweit.

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Das verzögerte Eintreffen der Jobapokalypse

Reale Wirtschaftsdaten stützen immerhin Altmans vorsichtige Formulierung »bislang zumindest«. Die befürchtete Entlassungswelle ist in der breiten Wirtschaft noch nicht angekommen. Ursächlich dafür ist der vergleichsweise schleppende Rollout autonomer Agenten, die menschliche Arbeitskraft ersetzen sollen.

Analysen von Branchenmedien wie TechCrunch zeichnen derzeit ein geteiltes Bild. Während Unternehmen, die KI-Modelle intensiv nutzen, teilweise zusätzliches Personal einstellen, sinkt die Zahl der Stellenanzeigen für Berufseinsteiger.

Dass OpenAI die langfristigen Risiken ernst nimmt, zeigt die interne Debatte über wirtschaftspolitische Schutzmaßnahmen. Das Management bringt weiterhin Konzepte wie staatliche Vermögensfonds, Robotersteuern und eine gesetzliche Vier-Tage-Woche ins Spiel, um künftige Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt abzufangen.

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