Eine Video-Kamera

OpenAI verhandelt über Sora-Comeback für Hollywood

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Eine Video-Kamera

OpenAI verhandelt mit einem bisher namenlosen KI-Video-Startup über eine Rückkehr von Sora. Statt einer neuen App für Millionen Nutzer soll die Technik diesmal professionelle Filmproduktionen bedienen.

Sora soll zur Filmtechnik werden

Das Startup wurde von DreamWorks-Mitgründer Jeffrey Katzenberg, dem früheren Sora-Forschungsleiter Bill Peebles und dem ehemaligen Dropbox-Finanzchef Sujay Jaswa gegründet. Es möchte Zugriff auf Sora erhalten, das Modell anpassen und darauf Software sowie Dienstleistungen für Filmemacher aufbauen. OpenAI würde im Gegenzug Anteile an der Firma bekommen.

Besonders wichtig ist, ob OpenAI die Modellgewichte weitergibt oder den Zugriff technisch begrenzt. Genau davon hängt ab, wie frei das Startup die Technik für Filmstudios weiterentwickeln kann.

OpenAI hatte Sora am 26. April 2026 eingestellt und den API-Zugang im September beendet. Die Video-App verschlang viel Rechenleistung und passte nicht mehr zum damaligen Kurs. Der neue Ansatz könnte die teure Technik in einen Markt mit weniger Kunden, aber höheren Budgets verschieben.

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OpenAI wagt wieder mehr Nebenprojekte

Der mögliche Sora-Deal passt zu mehreren Kursänderungen. OpenAI baut erneut ein großes Robotikteam auf, besetzte mit Patreon-Mitgründer Sam Yam die Leitung eines Bereichs für Creator-Produkte und treibt gemeinsam mit Jony Ive eigene Geräte voran. Allein die offizielle Karriereseite listet derzeit 18 offene Stellen für Robotik.

Die frühere Abkehr von kostspieligen Nebenprojekten verliert damit sichtbar an Schärfe. Für normale Nutzer bedeutet der Plan trotzdem keine Rückkehr der alten Sora-App. Im Mittelpunkt steht Software für Studios, die Videos kontrolliert erzeugen, überarbeiten und in bestehende Produktionen einbinden wollen.

Sora bekäme damit eine zweite Chance, allerdings als Spezialtechnik für Hollywood statt als KI-TikTok.

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