Huang läuft vor Sam Altman weg mit viel Geld

Nvidia stoppt 100-Milliarden-Investition in OpenAI wegen interner Zweifel

Jensen Huang kritisiert Geschäftsdisziplin des ChatGPT-Entwicklers und fürchtet Risiken durch wachsende Konkurrenz im KI-Markt.

Andreas Becker Nano Banana
Huang läuft vor Sam Altman weg mit viel Geld

Der geplante Einstieg von Nvidia bei OpenAI mit einem Volumen von bis zu 100 Milliarden Dollar findet vorerst nicht statt. CEO Jensen Huang zweifelt an der Geschäftsdisziplin des ChatGPT-Machers und reagiert auf die sich zuspitzende Wettbewerbssituation im Markt.

Update-Info:

Laut Bloomberg hat sich Jensen Huang zum OpenAI-Investment geäußert und spricht von dem möglicherweise größten Investment in der Geschichte von Nvidia. Allerdings liegt dieses deutlich unter den kolportierten 100 Milliarden Dollar.

Interne Skepsis statt blinder Investition

Die Verhandlungen über eine der größten Investitionen der Tech-Geschichte sind laut Berichten des Wall Street Journal ins Stocken geraten. Nvidia plante ursprünglich, bis zu 100 Milliarden Dollar in OpenAI zu investieren, um die Partnerschaft zu festigen. Interne Quellen berichten jedoch, dass die Führungsetage um Jensen Huang zunehmend Bedenken äußert.

Der Hauptkritikpunkt liegt offenbar in der mangelnden "Geschäftsdisziplin" bei OpenAI. Nvidia sieht Risiken in der Art und Weise, wie das Unternehmen Kapital verbrennt und strategische Entscheidungen trifft. Jensen Huang ist bekannt für effiziente Strukturen, die er bei dem KI-Startup derzeit vermisst.

Die Gespräche sind nicht komplett abgebrochen, befinden sich aber in einem "Kühlschrank-Modus". Es fließt vorerst kein Kapital. Beide Parteien bewerten die Konditionen neu, während der Druck auf OpenAI wächst, profitable Geschäftsmodelle nachzuweisen.

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Strategische Unabhängigkeit als Priorität

Ein weiterer Faktor für den Rückzieher ist Nvidias Positionierung im Gesamtmarkt. Eine exklusive oder zu enge Bindung an OpenAI könnte andere Großkunden verprellen. Unternehmen wie Meta, xAI oder Google beziehen ebenfalls riesige Mengen an GPU-Clustern von Nvidia.

Nvidia profitiert am meisten, wenn es als neutraler "Waffenhändler" der KI-Branche agiert. Eine 100-Milliarden-Wette auf einen einzigen Player würde dieses Gleichgewicht gefährden. Die Strategie scheint sich nun wieder stärker darauf zu konzentrieren, die Hardware-Dominanz breit zu streuen, anstatt sich von einem Software-Anbieter abhängig zu machen.

Zudem hat sich die technologische Landschaft verändert. Konkurrenzmodelle holen auf, und der Vorsprung von OpenAI ist nicht mehr so unangefochten wie noch vor zwei Jahren. Nvidia prüft daher genau, ob eine Investition in dieser Höhe noch gerechtfertigt ist.

Amazon als lachender Dritter

Während Nvidia zögert, bringen sich andere Akteure in Stellung. Berichten zufolge befindet sich Amazon in aktiven Gesprächen über eine Investition von rund 50 Milliarden Dollar in OpenAI. Dies würde die Machtverhältnisse im Silicon Valley neu ordnen.

Für OpenAI ist frisches Kapital überlebenswichtig, um die enormen Rechenkosten zu decken. Sollte Nvidia als Hauptinvestor ausfallen, wäre Amazon eine logische Alternative, auch wenn dies eine engere Bindung an die AWS-Infrastruktur bedeuten könnte. Das Rennen um die Finanzierung der nächsten KI-Generation bleibt damit offen.

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