Die Bundesregierung und Nvidia wollen Deutschlands Industrie mit speziell entwickelten KI-Modellen für Robotik, Fabriken und autonomes Fahren stärken. Wirtschafts- und Forschungsministerium unterzeichneten beim »Invest in Germany Summit« in Berlin eine Absichtserklärung mit dem US-Chipkonzern. Die Plattform Industrie 4.0 soll Forschung, Industrie und Mittelstand in die Entwicklung einbinden.
Huang drängt Deutschland zur industriellen KI
Nvidia-Chef Jensen Huang rief deutsche Unternehmen im Bühnengespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz dazu auf, ihre Produktionsdaten und ihr Fachwissen für KI zu nutzen. »Elektronen werden Atome niemals ersetzen«, sagte Huang. Die nächste KI-Welle werde physisch und treffe damit genau Deutschlands Stärken in Maschinenbau, Autos, Robotik und Fertigung.
Die Partner wollen offene, spezialisierte Modelle für Physical AI entwickeln. Als technische Grundlage nennt die Bundesregierung unter anderem Nvidias Nemotron und Cosmos. Forschungseinrichtungen sowie kleine und mittlere Unternehmen sollen Zugriff auf die Ergebnisse erhalten. Nvidia kündigte zudem weitere Investitionen in vier deutsche Start-ups an.
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Heute folgen Gespräche mit rund 200 Unternehmenschefs
Der eigentliche Gipfeltag läuft am Dienstag in der Berliner Wirtschaftshochschule ESMT. Rund 200 Unternehmenschefs und Investoren treffen dort Merz, Finanzminister Lars Klingbeil, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und weitere Kabinettsmitglieder.
Von 11 bis 14 Uhr stehen getrennte Runden zu industrieller KI und Halbleitern, Energie, Infrastruktur, Finanzierung, Raumfahrt, Sicherheit und digitaler Wirtschaft auf dem Programm. Als Co-Gastgeber treten unter anderem Siemens-Chef Roland Busch, Blackrock-Chef Larry Fink und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing auf. Parallel sind Gespräche zwischen Regierungsmitgliedern und Unternehmen angesetzt.
Der Gipfel startet zugleich die dauerhafte Initiative »Invest in Germany«. Mit dem geplanten Deutschlandfonds will die Regierung 30 Milliarden Euro öffentliche Mittel einsetzen und damit Investitionen von mehr als 130 Milliarden Euro anstoßen. Am Nachmittag sollen Merz, Klingbeil und Reiche die Ergebnisse gemeinsam vorstellen. Anschließend laufen bilaterale Gespräche und Networking bis 17.30 Uhr.
